In Deutschland liegt die Inzidenz des Mammakarzinoms der Frau bei 118,7 pro 100.000 Personen und stellt die häufigste Krebstodesursache bei Frauen dar. Die Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms ist komplex und wird in der „S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ detailliert beschrieben (Leitlinienprogramm Onkologie et al. 2021, Robert Koch Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.). Für Patientinnen mit Mammakarzinom ist das Nodalstadium von großer prognostischer Bedeutung und beeinflusst die Therapie. Das Ausmaß des Lymphknotenbefalls wird als bedeutender Vorhersagewert für das krebsspezifische Outcome angesehen, da sich ein Lymphknotenbefall ungünstig auf die Prognose auswirkt. Eine neoadjuvante Chemotherapie kann ein Downstaging erzielen, was zu weniger invasiven Operationstechniken führt (Anderson et al. 2017). Zu den wesentlichen Methoden, das Risiko eines intramammären Rezidivs zu verringern, gehört neben verschiedenen chirurgischen Verfahren und systemischer Therapie auch die postoperative Bestrahlung. Zielsetzung: Diese Arbeit zielt darauf ab, die postoperativen Veränderungen in Bezug auf die axillären Strukturen und Lymphknoten sowie der Level der Lymphabflussgebiete der Brust darzustellen. Es werden die Unterschiede der Volumina, Veränderungen der Abstände verschiedener Strukturen zueinander sowie die Häufigkeiten und Volumina der Lymphknoten miteinander verglichen.
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