Verschiedenste soziale, psychologische, hirnmorphologische, genetische und biochemische sowie Entwicklungs- und Umweltfaktoren sind an der Pathogenese schizophrener Erkrankungen beteiligt (Herken et al. 2001). Einen bedeutenden Beitrag zur Klärung der Pathophysiologie schizophrener Erkrankungen stellt…
Der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung wird eine multifaktoriell durch Gen-Umwelt-Interaktionen bedingte neurobiologische Entwicklungsstörung mit charakteristischen hirnstrukturellen und neuropsychologischen Veränderungen zugrunde gelegt (Alm und Sobanski 2008). Hirnareale wie der präfrontale…
Zur Erfassung von Therapiezielen existiert kein Standard. In der Literatur besteht Konsens darin, dass es Diagnosen gibt, welche mit diagnosespezifischen Zielen einhergehen, und solche, für die unspezifische, weit gestreute Therapieziele typisch sind. In der vorliegenden Arbeit sollten die Verteilung…
Hintergrund: Die Tötung eines Neugeborenen innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt wird als Neonatizid bezeichnet. Verschiedene Risikofaktoren sind in der Literatur beschrieben. Ziel: Untersuchung verschiedener Merkmale bzw. Risikofaktoren der Täterinnen und Vergleich mit bekannten Risikofaktoren an…
Zur Lese-Rechtschreibstörung (LRS) wurden seit Jahrhunderten zahlreiche ätiologische Modelle entwickelt. Auf der neuronalen Ebene spielten zunächst postmortale Studien am LRS Hirn eine wichtige Rolle. Man konzentrierte sich auf Regionen, die dem Schriftsprachprozess zugeordnet wurden. Die weiterentwickelten…
In vergangenen Studien konnte gezeigt werden, dass schizophrene Patienten eine autonome Dysfunktion aufweisen, was größtenteils auf eine reduzierte vagale und gesteigerte sympathische Modulation zurückzuführen ist. Dies wird als eine mögliche Ursache für die erhöhte kardiovaskuläre Mortalität in der…
Ziel dieser Arbeit war es, hirnmorphologischen Differenzen zwischen psychopathologischen Subgruppen von schizophrenen Patienten zu untersuchen. Mittels voxelbasierter Morphometrie wurden zunächst 90 schizophrene Patienten mit 110 gesunden Kontrollen verglichen, im Anschluss erfolgte nach Einteilung der…
Veränderungen des Arachidonsäure- und Prostaglandinstoffwechsels werden mit der Pathogenese der Schizophrenie in Verbindung gebracht. Eine verminderte Niacinreaktion ist einer der am häufigsten replizierten peripheren biologischen Parameter bei schizophrenen Patienten im Erwachsenenalter. Im Rahmen dieser…
Das neuropsychologische Modell der gesteuerten und automatischen Informationsverarbeitung (Schneider und Shiffrin 1977) beschreibt einen übungsbedingten Wechsel des kognitiven Verarbeitungsmodus. Mittels funktioneller Magnetresonanztomographie wurde durch extensive Übung einer verbalen Arbeitsgedächtnisaufgabe…
Anhand von Patienten zwischen dem 2. und 16. Lebensjahr, mit mehrheitlich benigner fokaler Epilepsie, untersuchten wir die Häufigkeit einer Medikamententoleranz unter der Therapie mit dem Antiepiletikum Sultiam. Verschiedene Faktoren wie Alter, Geschlecht, Dosis, Therapieindikation, Grunderkrankung und…
Aus Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien ergeben sich deutliche Hinweisedarauf, daß genetische Faktoren für das Erkrankungsrisiko schizophrener Psychoseneine große Bedeutung haben. Auch wenn der Vererbungsmodus bis heute nichtbekannt ist, sprechen zahlreich Befunde dafür, daß eine genetische Disposition…
Die Schizophrenie ist verbunden mit einem 2-3-fach erhöhten Mortalitätsrisiko. Unter anderem werden hierfür Störungen der kardialen Erregung in Betracht gezogen. So konnte man bei schizophrenen Patienten ein erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand sowie für ventrikuläre Arrhythmien gegenüber…
Im Zuge der Entwicklung nichtinvasiver Methoden zur Erfassung struktureller Deviationen und deren Einzug in die Schizophrenie-forschung, konnten zahlreiche MRT-Studien bei schizophrenen Patienten eine Vielzahl struktureller Abweichungen identifizieren. Nachdem sich volumetrische Untersuchungen zunächst…
Fragestellung: Es sollten psychologische Motive für den Kinderwunsch bei weiblichen und männlichen Schülern und Studenten untersucht und besonders bei Teilnehmerinnen mit einem gestörten Essverhalten betrachtet werden.
Methode: 736 Probanden wurden mit dem "Leipziger Fragebogen zu Kinderwunschmotiven…