Die Mortalität von Subarachnoidalblutungen (SAB) beträgt rund 40% und wird maßgeblich durch das Auftreten sekundärer Komplikationen wie dem zerebralen Vasospasmus bestimmt. Als wichtiger Faktor in der Ätiologie des selbigen werden oxidative Abbauprodukte des Hämoglobins, sogenannte Hämabbauprodukte (HDPs) gesehen, für die im Tiermodell eine gefäßverengende Wirkung nachgewiesen werden konnte. Das erste Teilprojekt beschäftigte sich mit der Vasoaktivität der HDPs in Abhängigkeit von der NO-Verfügbarkeit. Mit Hilfe eines in-vitro-Modells sollte der Thromboxan-Agonisten U46619 eine NO-unabhängige Vorspannung von zerebralen Arteriolen von Mäusen bewirken. Hierdurch konnte nachgewiesen werden, dass die HDPs unabhängig von der NO-Verfügbarkeit eine gefäßverengende Wirkung haben. Inwiefern HDPs eine Entzündungsreaktion auslösen können, war die zentrale Frage des zweiten Teilprojektes. Im Falle einer Läsion im Gehrin proliferieren Mikrogliazellen und migrieren in Richtung des Läsionsherds. An immunhistochemisch gefärbten Hirnschnitten von Mäusen, sollte detektiert werden, ob und inwiefern sich die Morphologie und Lokalisation von Mikrogliazellen nach experimenteller SAB oder HDP-Applikation ändern. Dabei ergaben sich zwischen allen Behandlungen signifikante Unterschiede bezüglich der Verzweigung der Mikroglia-Zellen, jedoch nicht hinsichtlich ihrer Lokalisation. Im dritten Teilprojekt erfolgten funktionelle Messungen der kortikalen und pialen Mikrozirkulation mittels Laser-Speckle-Contrast-Imaging. Diese nicht-invasive Bildgebung ermöglicht die Quantifizierung des Blutflusses an der Hirnoberfläche in Echt-Zeit. Dabei erfolgte die Messung bei Kontrolltieren und behandelten Mäusen (HDP-Injektion) in räumlicher (Hemisphären) und zeitlicher Abhängigkeit (Zeitpunkt nach Intervention). Hierbei zeigten sich signifikante Unterschiede bezüglich der Lokalisation sowie des Messzeitpunktes, jedoch nicht bezüglich der Interventionsgruppe.