Therapierelevante Antibiotikaresistenzen im One-Health-Kontext

Zugehörigkeit
Abt. Infektionskrankheiten, Fachgebiet Nosokomiale Infektionserreger und Antibiotikaresistenzen, Robert Koch-Institut, Außenstelle Wernigerode, Wernigerode, Deutschland
Werner, Guido;
Zugehörigkeit
WHO Collaborating Centre for Antimicrobial Resistance, Consumption and Healthcare-Associated Infections, Berlin, Deutschland
Abu Sin, Muna;
GND
1216194556
ORCID
0000-0002-4427-2839
Zugehörigkeit
Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Jena
Bahrs, Christina;
Zugehörigkeit
WHO Collaborating Centre for Research and Training for Health at the Human-Animal-Environment Interface, Hannover, Deutschland
Brogden, Sandra;
Zugehörigkeit
Tiermedizinisches Zentrum für Resistenzforschung (TZR), Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin, Berlin, Deutschland
Feßler, Andrea T.;
GND
132154706
ORCID
0000-0003-2999-6131
Zugehörigkeit
Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Jena
Hagel, Stefan;
Zugehörigkeit
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Berlin, Deutschland
Kaspar, Heike;
Zugehörigkeit
Institut für Hygiene, Universitätsklinikum Münster, Münster, Deutschland
Köck, Robin;
Zugehörigkeit
WHO Collaborating Centre for Research and Training for Health at the Human-Animal-Environment Interface, Hannover, Deutschland
Kreienbrock, Lothar;
Zugehörigkeit
Tiermedizinisches Zentrum für Resistenzforschung (TZR), Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin, Berlin, Deutschland
Krüger-Haker, Henrike;
Zugehörigkeit
Institut für Hygiene und Umweltmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
Maechler, Frederike;
Zugehörigkeit
WHO Collaborating Centre for Antimicrobial Resistance, Consumption and Healthcare-Associated Infections, Berlin, Deutschland
Noll, Ines;
GND
123964334
ORCID
0000-0001-8157-2753
Zugehörigkeit
Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Jena
Pletz, Mathias W.;
Zugehörigkeit
Fachbereich Epidemiologie, Zoonosen und Antibiotikaresistenz, Abteilung Biologische Sicherheit, Bundesinstitut für Risikobewertung BfR, Berlin, Deutschland
Tenhagen, Bernd-Alois;
Zugehörigkeit
Tiermedizinisches Zentrum für Resistenzforschung (TZR), Fachbereich Veterinärmedizin, Freie Universität Berlin, Berlin, Deutschland
Schwarz, Stefan;
Zugehörigkeit
Fachgebiet Mikrobiologische Risiken, Abteilung Umwelthygiene, Umweltbundesamt, Berlin, Deutschland
Walther, Birgit;
Zugehörigkeit
Robert Koch Institut, Berlin, Deutschland
Mielke, Martin

„One Health“ bezeichnet ein Konzept, das die Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt miteinander verbindet. In Deutschland gibt es umfangreiche Daten zur Antibiotikaresistenz (AMR) und multiresistenten Erregern (MRE) in der Human- und Veterinärmedizin sowie aus Untersuchungen in verschiedenen Umweltkompartimenten (Boden, Wasser, Abwasser). Die Erhebung erfolgt nach unterschiedlichen Vorgaben und Standards, was den Vergleich von Daten erschwert. Ein Fokus auf humantherapeutisch wichtige AMR und MRE ist hilfreich, um eine gewisse Orientierung vorzugeben. Die meisten Daten liegen sektorübergreifend zu Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus und multiresistenten Enterobacterales wie Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae vor. Hier sind die Trends der Resistenzen heterogen. Der Einsatz von Antibiotika führt zur Selektion von MRE, was gut dokumentiert ist. Erfolge bei der Minimierung des Antibiotikaeinsatzes konnten in zurückliegenden Jahren für einzelne Sektoren dargestellt und z. T. mit Erfolgen in der Eindämmung von AMR und MRE korreliert werden (Rückgang MRSA in der Humanmedizin). Auch sektorspezifische Maßnahmen zur Senkung der Last durch MRE und AMR sind notwendig, da Resistenzprobleme nicht generell eine Verknüpfung mit anderen Sektoren aufweisen. Carbapenemresistenzen sind vor allem bei pathogenen Erregern vom Menschen nachweisbar. Colistinresistenzen kommen in verschiedenen Sektoren vor, zeigen aber dort jeweils verschiedene Mechanismen. Resistenzen gegen Reservesubstanzen wie Linezolid sind in Deutschland selten, sie zeigen aber einen konkreten One-Health-Bezug. Bestrebungen zur Harmonisierung von Methoden, z. B. im Bereich der antimikrobiellen Empfindlichkeitstestung und genombasierten Erreger- und AMR-Surveillance, sind ein wichtiger erster Schritt zu einer Vergleichbarkeit der verschiedenen Datenerhebungen.

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