Qualitätssicherung in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (QUAPS) : Praktikabilität eines Fragebogens

  • Hintergrund: Für eine adäquate Qualitätssicherung in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) sind Struktur- und Prozessmerkmale nicht ausreichend. Eine Befragung der Patienten und ihrer Angehörigen ist unerlässlich. Eine Jenaer Fokusgruppe entwickelte für diese Erfassung von Outcome-Parametern den Fragebogen QUAPS, der in zwei Studien getestet wurde.
  • Ziel der Arbeit: Analyse der Praktikabilität eines Fragebogens für Patienten, Angehörige und SAPV-Teammitglieder.
  • Material und Methoden: Der Fragebogen erfasst Outcome-Parameter auf einer Likert- Skala sowie den Distress der Befragten mit der numerischen Rating-Skala (NRS). In der Pilotstudie QUAPS I wurde er in drei SAPV- Zentren getestet. In der Folgestudie QUAPS II wurde die Befragung vereinfacht. An ihr nahmen 17 Zentren teil. Beide Studien wurden in einem Ex-post-facto-Design durchgeführt.
  • Ergebnisse: Die Pilotphase QUAPS I lieferte von 308 angefragten Fällen 43 Datensätze mit vollständigen Daten. Bei QUAPS II resultierten aus 371 Fällen 169 vollständige Datensätze. Die SAPV-Mitarbeiter beurteilten die QUAPS-II-Befragung als organisatorisch durchführbar. Der Fragebogen zeigt eine gute interne Konsistenz und eine hohe Zustimmung zu der abgefragten SAPV- Versorgungsqualität. Es traten Deckeneffekte auf. Unterstützungsbedürftiger Distress (≥5 ) lag bei über 70 % der Befragten vor.
  • Diskussion: Die vereinfachte Befragungsform bei QUAPS II ermöglichte mehr vollständige Datensätze. Die festgestellten Deckeneffekte begrenzen die Aussage der Befragung. Antworten im Sinne sozialer Erwünschtheit sind nicht völlig ausschließbar. Künftig sollte eine Kombination verschiedener Instrumente (z. B. Integrated Palliative Care Outcome Scale [IPOS] und QUAPS) untersucht werden.

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