1. Vorlesung (21.10.2017): Der astronomische Blick auf die Welt zur Zeit der Reformation

Lotze, Karl-Heinz

Zur Zeit der Reformation war die Universität Wittenberg eine europäische Hochburg der mathematischen und astronomischen Lehre. Mit der Veröffentlichung des Copernicanischen Weltsystems 1543 wurde dieses in Wittenberg zu einem Gegenstand intensiver Forschungen. Der Anti-Copernicaner Melanchthon, weder Mathematiker noch Astronom, begann, Copernicus »sehr zu bewundern und zu schätzen«. Der größte Astronom der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, der Däne Tycho Brahe, auch Anti-Copernicaner und unter Wittenberger Einfluss, hatte solide wissenschaftliche Einwände gegen die Copernicanische Hypothese und war nicht, wie noch allzu oft behauptet, nur durch Religion und Zeitgeist geprägt. Gleichwohl waren beide, Melanchthon und Tycho, jeder auf seine Weise, Wegbereiter für die Durchsetzung des heliozentrischen, Copernicanischen Blicks auf die Welt.

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Lotze, Karl-Heinz: 1. Vorlesung (21.10.2017): Der astronomische Blick auf die Welt zur Zeit der Reformation. Jena 2017.

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