Mensch im Blick – Aspekte von Geschlecht und Gender in der Forschung
Ein Infopodcast zu Aspekten von Geschlecht und Gender in der Forschung mit Falk Bornmüller und Jana George von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In den Wissenschaften wird zunehmend die Bedeutung von biologischem Geschlecht bzw. sozio-kulturellem Gender für eine nachhaltige Verbesserung der Qualität von Forschungsergebnissen erkannt. Eine unzureichende Auseinandersetzung mit diesen Aspekten kann dazu führen, dass Forschungsergebnisse verfälscht oder bestimmte Zielgruppen nicht angemessen repräsentiert werden. Das betrifft nicht nur die Auswahl von Studiengruppen, sondern auch die Interpretation von Ergebnissen und die Entwicklung von Lösungen, die für die gesamte Gesellschaft relevant sind. Eine zentrale Herausforderung ist, dass viele Forschende die Aspekte von Geschlecht und Gender nicht von Anfang an im Blick haben und in ihre Forschung integrieren können. Es fehlen oft das Wissen oder die Methoden, um die mögliche Relevanz von Geschlecht und Gender für die eigene Forschungsfrage richtig erkennen und analysieren zu können. Zudem können stereotype Annahmen über die Relevanz bzw. Nicht-Relevanz von Geschlechter- und Genderaspekten unbewusst Einfluss auf wissenschaftliche Fragestellungen und Methoden nehmen. Diese Faktoren führen dazu, dass Forschungsergebnisse nicht immer die Diversität der Geschlechter und deren vielfältige Lebensrealitäten widerspiegeln.
