PT Unknown AU Pfirschke-Wolff, L TI Der Nachweis krankheitsspezifischer Antikörper bei Ausschluss einer rheumatologischen Systemerkrankung: Vorbote einer beginnenden Erkrankung oder unspezifische Erhöhung? PD November PY 2024 DI 10.22032/dbt.68710 WP https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00068710 LA de DE Rheumatologie; Antikörper; Autoimmunität; Systemerkrankung AB Viele entzündlich rheumatische Erkrankungen (ERE) werden zu einem Zeitpunkt diagnostiziert, an welchem die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist. Der Nachweis spezifischer Antikörper ist kennzeichnend für ERE. Da solche Antikörper jedoch auch ohne die klinische Manifestation einer ERE auftreten können, gilt es zu prüfen, ob sie als Zufallsbefund bei Gesunden zu werten sind oder einen prädiktiven Wert für die Entstehung einer ERE haben. Ziel der Arbeit ist es zu überprüfen, welche spezifischen und unspezifischen Antikörper sich bei PatientInnen ohne Diagnose einer ERE nachweisen lassen. Weiter soll evaluiert werden, ob der Nachweis spezifischer Antikörper bei PatientInnen mit dem klinischen Ausschluss einer ERE einen prädiktiven Wert für die Entstehung einer ERE hat. Die Studie schließt 3793 PatientInnen der rheumatologischen Tagesklinik des Universitätsklinikums Jena (TKR Jena) ein, welche dort bezüglich einer ERE rheumatologisch evaluiert wurden. 263 Patienten bei denen eine ERE ausgeschlossen wurde und ein positiver Antikörperbefund vorlag, wurden mittels einer prospektiven Befragung kontaktiert. Anhand der Befragungsergebnisse wurde eine Forest-Plot Analyse hinsichtlich des prädiktiven Wertes der Antikörper durchgeführt. Bei 40,4 % (1534/3793) der PatientInnen wurde eine ERE in der TKR Jena diagnostiziert. 59,6 % (2259/3793) der PatientInnen hingegen erhielten den klinischen Ausschluss einer ERE. 66,3 % (1497/2259) der PatientInnen mit einem Ausschluss zeigten einen Antikörperbefund. Am häufigsten wurde ein erhöhter Titer der ANA (94,3 %; 1412/1497) nachgewiesen. In der Forest-Plot Analyse ließ sich keine Risikoerhöhung für einen der Antikörper für die Entstehung einer ERE nachweisen. Anhand dieser Studie kann gezeigt werden, dass bei zwei Drittel der PatientInnen mit dem klinischen Ausschluss einer ERE ein pathologischer Antikörperbefund vorliegt. Hierbei ist das Vorhandensein spezifischer Antikörper nicht prädiktiv für das zukünftige Auftreten einer ERE. PI Jena ER