Was ist Glück? Und was hat die HNO-Heilkunde damit zu tun?

GND
1171345879
Zugehörigkeit
Klinik für Hals‑, Nasen- und Ohrenheilkunde Universitätsklinikum Jena Am Klinikum 1 07747 Jena Deutschland
Dobel, Christian;
GND
1371465053
Zugehörigkeit
Klinik für Hals‑, Nasen- und Ohrenheilkunde Universitätsklinikum Jena Am Klinikum 1 07747 Jena Deutschland
Richter, Daniel;
GND
1078441464
Zugehörigkeit
Klinik für Hals‑, Nasen- und Ohrenheilkunde Universitätsklinikum Jena Am Klinikum 1 07747 Jena Deutschland
Guntinas-Lichius, Orlando

Zusammenfassung Glück ist ein Thema, das den meisten Personen in unserer Gesellschaft wichtig ist, obwohl es in der politischen und gesellschaftlichen Zielsetzung wenig Bedeutung bekommt. Glück ist jedoch ein bedeutendes Thema in diversen philosophischen Schulen und geht in der westlichen Philosophie auf den Aristotelismus und die stoische Philosophie zurück. Aktuelle Längsschnittstudien legen sehr klar nahe, dass Glück von zwischenmenschlichen Beziehungen abhängt. Was hat nun die HNO-Heilkunde damit zu tun? Aus unserer Sicht stehen im Zentrum der HNO-Heilkunde diverse Basisfähigkeiten, die Menschen erst ermöglichen, soziale Fitness zu erlangen, d. h. kurz- und längerfristige Beziehungen zu knüpfen. Beispiele dafür sind das Hören, der Geruchssinn und die Stimme, aber auch Gesichtsbewegungen. Durch die multisensorische Verarbeitung diverser Wahrnehmungs- und Ausdruckskanäle entsteht im Gehirn ein „social brain network“ als neuronales Korrelat sozialer Fähigkeiten und Fitness. Wir propagieren, dass die HNO-Heilkunde für das Verständnis von diesen Fähigkeiten und Glück eine zentrale Rolle einnehmen sollte.

Abstract Happiness is important to most people in our society, although it is given little importance in political and social objectives. However, happiness is an important topic in various philosophical schools and in Western philosophy, happiness goes back to Aristotelianism and Stoic philosophy. Recent longitudinal studies clearly suggest that happiness depends on interpersonal relationships. So what does otorhinolaryngology have to do with this? In our view, various basic skills that enable people to achieve social fitness, i.e., to establish short- and long-term relationships, are at the center of ENT medicine. Examples of this are hearing, olfaction, the voice, but also facial movements. The multisensory processing of various perception and expression channels creates a “social brain network” as a neuronal correlate of social skills and fitness. Consequently, otorhinolaryngology should play a central role in understanding these abilities in the context of happiness.

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