Diabetestechnik gelangt weltweit in immer mehr Behandlungspläne von Patienten. Jährlich wird diese Technik verbessert, um den Umgang mit der Erkrankung des Diabetes mellitus zu erleichtern. Über eine Befragungsstudie soll analysiert werden, wie sich die Häufigkeit von Hypoglykämien bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und 2 (T1DM/T2DM) unter dem Flash Glucose Monitoring (FGM) mit Warnfunktion entwickelt hat und welche Auswirkungen die Warnfunktion auf die Behandlungszufriedenheit hat. 213 Patienten mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes und einer FGM-Nutzung wurden in die Studie aufgenommen. Die Gruppeneinteilung erfolgte in erwachsene T1DM-Patienten (Gr. A), erwachsene T2DM-Patienten (Gr. B) und minderjährige T1DM-Patienten (Gr. C). Es wurde eine Subgruppe von 36 erwachsenen T1DM-Patienten (Gr. D) analysiert, welche bereits ein FGM ohne Warnfunktion nutzten. Die Anzahl der Hypoglykämien der Gruppe D sank mit der neuen Warnfunktion. Die Behandlungszufriedenheit stieg signifikant an. In der Gruppe A hatten 16,8 % die Alarme nicht aktiviert. Bei der Gruppe B traf dies auf 20,9 %, in der Gruppe C auf 55,6% zu. Die Gruppe A zeigte keinen Unterschied in der Anzahl der Hypoglykämien bei aktivierten Alarmen. Die Behandlungszufriedenheit blieb unverändert. Die Gruppe B zeigte weniger Hypoglykämien mit aktivierten Alarmen. Es gab keinen Unterschied in der Behandlungszufriedenheit. Bei der Gruppe C zeigte sich kein Unterschied in der Anzahl der Hypoglykämien mit aktivierten Alarmen. Es gibt keine Veränderung in der Behandlungszufriedenheit. Die Effekte der Alarmfunktion fallen je nach betrachtetem Kollektiv sehr unterschiedlich aus. Ursächlich könnten unter anderem die vom Patienten gewählten Alarmgrenzwerte sein. Patienten, welche am meisten profitieren würden, verwenden den Alarm nicht oder mit zu weit gefassten Alarmgrenzen. Eine regelmäßige Rücksprache mit medizinischem Personal bleibt notwendig, um über Nutzen und mögliche Risiken der Alarmgrenzwerte aufzuklären.