PT Journal AU Josuttis, D Regner, F Deffner, T Freund, D Freund, F Cornelius, C Beer, A Spieckermann, A Deininger, M TI Einarbeitung junger Fachkräfte auf der Intensivstation: Eine bundesweite Onlineumfrage der Jungen DIVI – einer Initiative der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) SO Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin PD May PY 2024 BP 302 EP 308 VL 119 IS 4 PU Springer Medizin DI 10.1007/s00063-023-01067-y WP https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00062704 LA de DE Ankommen; Berufsstart; Zufriedenheit; Nachwuchs; Kompetenz; Induction; Training; Job satisfaction; Junior staff; Skills SN 2193-6218 AB Hintergrund: Das Ankommen auf der Intensivstation ist für Fachkräfte entscheidend, um hochqualitative Patient:innenversorgung gewährleisten zu können. Dieser Prozess hängt von der Einarbeitungsqualität ab. Ziel der Arbeit: Ziel der Arbeit ist die Erfassung von Art und Umfang der Einarbeitung und der Zufriedenheit von jungen Fachkräften auf der Intensivstation. Material und Methoden: In einer anonymen, berufsgruppenübergreifenden Onlineumfrage wurde die Einarbeitungsstruktur sowie Zufriedenheit untersucht. Ergebnisse: Von 554 Teilnehmenden kamen etwa zwei Drittel aus dem ärztlichen Bereich. Während bei der Pflege 59 % ein schriftliches Einarbeitungskonzept aufwiesen, lag ein solches nur bei 27 % der Ärzt:innen vor. Pflegefachpersonen gaben im Median 30 Tage als Einarbeitungszeit, Ärzt:innen 7 Tage an. Ein Drittel der Pflegefachpersonen stimmte der Aussage zu, ausreichend durch die Einarbeitung auf die intensivmedizinische Tätigkeit vorbereitet worden zu sein. Im ärztlichen Bereich fühlten sich nur 17 % der Teilnehmenden ausreichend durch die Einarbeitung vorbereitet. Mehr als 42 % der Befragten konnten sich vorstellen, noch länger als 3 Jahre in der Intensivmedizin tätig zu sein. Diskussion: Evidenzbasierte Methoden zur Strukturierung der Einarbeitung von neuen Fachkräften sind in deutschen Intensivstationen nur gering verbreitet. Die Einarbeitungszeit liegt weit unter publizierten Empfehlungen. Auch wenn bezüglich der materiellen und personellen Ausstattung Defizite wahrgenommen werden, geben die meisten Befragten Zufriedenheit mit Lernzuwachs und interprofessioneller Zusammenarbeit an. PI Heidelberg ER