PT Unknown AU Hack, V TI Entscheidungsfindung von Krebspatient:innen und die Rolle einer Beratungsstelle für Komplementär- und Alternativmedizin PD December PY 2022 DI 10.22032/dbt.61831 WP https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00061831 LA de DE Krebskranker; Therapieplan; Entscheidungsfindung; Alternative Medizin; Schulmedizin AB Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss auf den Entscheidungsprozess bei Krebspatient:innen zwischen konventioneller Medizin und Komplementär- und Alternativmedizin (KAM) zu untersuchen. Dazu wurde ein standardisierter Fragebogen an 165 Krebspatient:innen geschickt, die 2020 die KAM-Beratungsstelle des Universitätsklinikums Jena besuchten. Ergebnisse: 50 Patient:innen (Rücklaufquote 30,3%) füllten den Fragebogen aus. 60 % der Teilnehmer:innen waren weiblich und 40 % männlich, mit einem Durchschnittsalter von 60,7 Jahren. 50 % der Patient:innen in der konventionellen Medizin und 44 % im Bereich der KAM waren sich einer Entscheidung vor dem Besuch der Beratungsstelle bewusst. Nach dem Besuch trafen 56 % eine Entscheidung zur konventionellen Therapie und 52 % zur KAM. 75 % der Patient:innen, die eine Entscheidung in der konventionellen Medizin trafen, und 80,8 % im Bereich der KAM empfanden die Beratungsstelle als hilfreich. Dies zeigt, dass die Beratungsstelle für KAM durch fokussierte Informationen eine positive Wirkung auf den Entscheidungsprozess hat. Weiterhin berichteten Patient:innen mit guter Unterstützung häufiger von gemeinsamer Entscheidungsfindung mit Ärzt:innen und Angehörigen. Auch waren sie nach dem Besuch der Beratungsstelle zufriedener mit ihren Entscheidungen in beiden Bereichen. Schlussfolgerung: Informationen über KAM fördern eine informierte Entscheidungsfindung, indem sie Patient:innen helfen, Vor- und Nachteile sowie Risiken und Alternativen zu verstehen. Dies unterstützt die partizipative Entscheidungsfindung und ermöglicht eine aktivere Beteiligung der Patient:innen am Entscheidungsprozess. Die Kompetenzen, die durch die Beratung im Bereich der KAM erworben werden, können folgend auch auf konventionelle medizinische Entscheidungen übertragen werden. Die erhöhte Unterstützung im Entscheidungsprozess fördert die Fähigkeit von Krebspatient:innen, informierte Entscheidungen zu treffen und erhöht deren Zufriedenheit mit der getroffenen Entscheidung. PI Jena ER