Launched in 1982, the so-called Berliner Wissenschaftsladen e. V. (WILAB) belonged to the scattered West-German ventures in "counter-science". This article situates the origins of the "Laden" (~ workshop)-an "alternative" spin-off of sorts, spawned from the Technical University of Berlin-in the context of contemporary advances in regional science policy. In this connection, the ailing, de-industrializing "island city" arguably even played a certain pioneering role: elements of its multipronged "innovation offensive", which peaked in the early-to-mid 1980s, were visible beyond city limits, including the trade show BIG TECH and, notably, the Berlin Center for Innovation and New Enterprises (BIG), the FRG's first start-up "incubator", which opened in 1983.In other words, politically-minded scientists in tendency now had to deal with conditions that were less and less conducive to dreams of a "socially engaged" and "non-alienated" (counter-)science. Indeed, while hardly opposed to the new gospel of innovation, it's not surprising that ventures such as WILAB, committed as they were to the production of "socially useful" science, found themselves increasingly marginalized. It's as such a marginal venture, my argument goes, that WILAB's prima facie hopeless attempt to initiate a different, more "humane" information technology sheds an instructive light on the emergence of "entrepreneurial" science in the FRG during the 1970s and 1980s.
Zu den diversen Unternehmungen sozialbewegter „Gegenwissenschaft“, die um 1980 auf der Bildfläche der BRD erschienen, zählte der 1982 gegründete Berliner Wissenschaftsladen e.V., kurz WILAB – eine Art „alternatives“ Spin-off der Technischen Universität Berlin. Der vorliegende Beitrag situiert die Ausgründung des „Ladens“ im Kontext zeitgenössischer Fortschritte der (regionalen) Forschungs- und Technologiepolitik. Gezeigt wird, wie der deindustrialisierenden Inselstadt, qua „innovationspolitischer“ Gegensteuerung, dabei sogar eine gewisse Vorreiterrolle zukam: über die Stadtgrenzen hinaus sichtbare Neuerungen wie die Gründermesse BIG TECH oder das 1983 eröffnete Berliner Innovations- und Gründerzentrum (BIG), der erste „Incubator“ [sic] der BRD, etwa gingen auf das Konto der 1977/78 lancierten Technologie-Transferstelle der TU Berlin, TU-transfer. Anders gesagt: tendenziell bekam man es hier nun mit Verhältnissen zu tun, die immer weniger mit den Träumen einer „kritischen“, nicht-fremdbestimmten (Gegen‑)Wissenschaft kompatibel waren. Latent konträr zur historiographischen Prominenz des wissenschaftskritischen Zeitgeists fristeten „alternativen“ Zielsetzungen verpflichtete Unternehmungen wie „WILAB“ ein relativ marginalisiertes Nischendasein. Dennoch wirft das am WILAB verfolgte, so gesehen wenig aussichtsreiche Anliegen, eine andere, nämlich „humanere“ Informationstechnologie in die Wege zu leiten, ein instruktives Licht auf die Aufbrüche „unternehmerischer“ Wissenschaft in der BRD um 1980.