Die Bedeutung des hochauflösenden elektrophysiologischen Mappings bei Patienten mit Rezidiv eines Vorhofflimmerns nach Ablation

Vorhofflimmern (VHF) stellt ein wichtiges klinisches Problem dar. Trotz Entstehung unterschiedlichen Ablationsverfahren bleibt bei Vorhofflimmern die Rezidivrate immer noch hoch. Das Ziel unserer Studie ist ein Ablationsverfahren von VHF mit einem hochauflösenden Mapping zu verbessern. Als primärer Endpunkt wurde eine Beschwerdefreiheit in 12 Monaten nach einer VHF-Ablation gewählt. Diese wurde durch Follow-up Untersuchungen in 3,6,9,12 Monaten nach einer Ablation durch Befragung, klinische Untersuchung sowie eine EKG Aufzeichnung über 7 Tagen belegt. Mappingdaten wurden im Rahmen der EPU Untersuchung gesammelt und analysiert. Es zeigten sich die bedeutsamen Änderungen der Verteilung in diversen bipolaren low-voltage-Gruppen nach einer Ablation. Insbesondere interessant waren die Zunahme der Fläche von bipolaren Signalen mit einer Amplitude von 0,05-0,15 mV sowie die Abnahme der unipolaren Amplitude an den angebrachten Ablationsläsionen. Die beiden Prädiktoren korrelieren außerdem miteinander und mit einem Ablationserfolg. Mittels ROC-Analyse konnte eine „cut-off“ Grenzen errechnet werden. Diese lagen bei +30% Flächenzunahme der 0,05-0,15mV bipolaren Zone (Sensitivität 67% und Spezifität 70%), -0,4mV Abnahme der unipolaren Amplitude an den angebrachten Ablationsläsionen (Sensitivität 67% und Spezifität 55%) sowie bei 1,23 mV für die mittlere unipolare Amplitude an den Ablationsorten (Sensitivität 70% und Spezifität 73%). Das Nichterfüllen aller Kriterien würde mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 67% für ein symptomatisches Rezidiv innerhalb der ersten 12 Monate einhergehen. Wenn allerding alle 3 Kriterien erfüllt sind, ist es mit ca. 81% Erfolgsquote zu rechnen. Ein high-density Mapping liefert sehr viele Daten über den elektrischen Zustand des Vorhofs, kann die Erregungsabläufe besser erklären sowie stellt eine wichtige Hilfe bei der Wahl einer Ablationsstrategie dar.

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