Resultate der operativen und strahlentherapeutischen Behandlung von adenoidzystischen Karzinomen der Speicheldrüsen

Zugehörigkeit
Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland
Bastian, T.;
Zugehörigkeit
Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland
D’Heygere, V.;
Zugehörigkeit
Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland
Deuß, E.;
Zugehörigkeit
Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Universitätsmedizin Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland
Lax, H.;
GND
141457325
Zugehörigkeit
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsklinikum Jena
Wittig, A.;
Zugehörigkeit
Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland
Sauerwein, W.;
Zugehörigkeit
Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Universitätsklinikum Essen, Universität Duisburg-Essen, Essen, Deutschland
Arweiler-Harbeck, D.

Zusammenfassung: Die chirurgische Resektion stellt die wesentliche Säule zur Behandlung der adenoidzystischen Karzinome (ACC) der Speicheldrüsen dar. Hinsichtlich einer zusätzlichen Strahlentherapie gibt es in Bezug auf den Zeitpunkt und die Art der Therapie unterschiedliche Ansätze. In dieser Studie werden das Gesamtüberleben und das rezidivfreie Überleben zweier am Universitätsklinikum Essen behandelter Patienten mit ACC der Speicheldrüsen verglichen, die (A) entweder unmittelbar nach operativer Therapie oder (B) erst bei Auftreten eines Lokalrezidivs eine Strahlentherapie mit schnellen Neutronen und Photonen (Mixed-beam-Technik) erhielten. Gruppe A ( n  = 28, Erstdiagnose [ED]: 09/1991–09/2009) erhielt unmittelbar postoperativ eine adjuvante Strahlentherapie, Gruppe B ( n  = 24, ED: 06/1979–11/2001) erhielt dem damaligen Therapieregime entsprechend primär ausschließlich eine Tumorresektion und wurde erst bei Auftreten eines Lokalrezidivs bestrahlt. Gruppe A wies im Vergleich zu Gruppe B eine geringere Rezidivrate und ein signifikant längeres lokal rezidivfreies Überleben auf, Gruppe B dagegen ein signifikant höheres Gesamtüberleben. Eine Fernmetastasierung trat in beiden Gruppen gleich häufig auf, der Zeitpunkt des Auftretens war in Gruppe A jedoch signifikant früher. Fernmetastasierung hatte generell einen relevant negativen Einfluss auf das Gesamtüberleben. Nach alleinig operativer Primärtherapie ist die lokale Rezidivrate sehr hoch, die unmittelbare adjuvante High-LET(linearer Energietransfer)-Radiatio senkt die lokale Rezidivrate. Eine Bestrahlung nach Eintreten eines Rezidivs beeinflusste das Gesamtüberleben positiv. Insgesamt ermöglicht die definitive High-LET-Bestrahlung in Mixed-beam-Technik sowohl primär postoperativ als auch bei lokoregionären Rezidiven hohe Kontrollraten.

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