Calciumorganic compounds : from curiosity to ubiquity (CalCub)

Zielsetzung der Dissertation ist die Etablierung neuer Synthesemethoden zu calciumorganischen Verbindungen. Einfache Zugangangswege vergrößern das Anwendungsfeld dieser, da die Synthesen auch in Laboratorien ausgeführt werden können, die nur eine grundlegende Inert-Arbeitsweise verfolgen. In der metallorganischen Chemie der s-Blockmetalle spielen „Plattformchemikalien“ eine zentrale Rolle. So sind z. B. n-BuLi, K(hmds) oder Mg(Bu)2 durch ihre kommerzielle Verfügbarkeit in jedem Syntheselabor zu finden. Für die schweren Erdalkalimetalle ist derzeit keine solche Verbindung kommerziell verfügbar. Gleichzeitig ist der Anspruch an die Planung neuer Synthesewege und das Design von breit einsetzbaren metallorganischen Reagenzien gestiegen. Neben rein chemischen Aspekten wie guter Löslichkeit in vielen organischen Lösungsmitteln, einer hohen Basenstärke und Langzeitstabilität sind ökologische Aspekte wie Anzahl der Synthesestufen, Atomeffizienz der Synthese, Toxizität der Metalle und Ressourcenschonung von großer Bedeutung. Die Reaktion von Calciummetall mit Ethylbromid und (H)hmds in THF liefert in sehr guten Ausbeuten (>95%) [(thf)2Ca(hmds)2] und [(thf)4CaBr2]. Aufgrund der angenommenen Bildung einer Calcium-GRIGNARD-Verbindung als intermediäres Metallierungsreagenz wurde die Methode als in situ GRIGNARD-Metallierungsmethode (iGMM) in die Literatur eingeführt. Basierend auf dieser Reaktion wurde das Substratspektrum und die Reaktivität der gebildeten Verbindungen untersucht.

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