000K utf8 0100 1776315332 0500 Ou 1100 2021$c2021-01-26 1500 ger 2051 10.1007/s11616-021-00638-3 2240 3000 Geise, Stephanie 3010 Klinger, Ulrike 3010 Magin, Melanie 3010 Müller, Kathrin Friederike 3010 Nitsch, Cordula 3010 Riesmeyer, Claudia 3010 Rothenberger, Liane 3010 Schumann, Christina 3010 Sehl, Annika 3010 Wallner, Cornelia 3010 Zillich, Arne Freya 4000 How normative are communication studies?$da comparative content analysis of German and US-American journal articles [Geise, Stephanie] 4000 Wie normativ ist die Kommunikationswissenschaft?$dein inhaltsanalytischer Vergleich deutscher und US-amerikanischer Fachzeitschriftenaufsätze [Geise, Stephanie] 4060 32 Seiten 4209 Kommunikationswissenschaftliche Forschung ist durch die strukturellen Rahmenbedingungen geprägt, unter denen sie entsteht - etwa durch das Wissenschaftssystem, die gesellschaftlichen Erwartungen an Wissenschaft und das Mediensystem des jeweiligen Landes. Die quantitative Inhaltsanalyse untersucht im Vergleich zwischen Deutschland und den USA, inwiefern sich solche Rahmenbedingungen auf die normativen Vorstellungen auswirken, die Autorinnen aus diesen Ländern in ihren Zeitschriftenaufsätzen zum Ausdruck bringen. Hierzu wenden wir ein dreistufiges Vorgehen zur Identifikation, Systematisierung und Kategorisierung von "Sollensvorstellungen" an und schlagen damit erstmals ein methodisches Verfahren vor, mit dem sich die Normativität von Fachzeitschriftenaufsätzen messen lässt, ohne die zu erfassenden Werte und Normen vorab festzulegen. Indikator für die Normativität der Aufsätze sind die darin artikulierten Sollensvorstellungen und konkreten Handlungsempfehlungen, die sich an verschiedene Gruppen richten können. Die Befunde zeigen keinen Unterschied im Grad der Normativität, wohl aber in den Schwerpunkten, die dabei gesetzt werden: Sollensvorstellungen und Handlungsempfehlungen in den deutschen Aufsätzen konzentrieren sich stärker auf Medien und Journalismus als auf unmittelbare Forschungsgegenstände des Fachs. Die US-amerikanischen Aufsätze hingegen weisen mit Schwerpunkt auf einem gelungenen gesellschaftlichen Zusammenleben stärker über das Fach hinaus und appellieren häufiger an die Verantwortung individueller Akteurinnen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass strukturelle Unterschiede - auch vermittelt über die Forschungsgegenstände - die normativen Vorstellungen prägen, die Wissenschaftlerinnen leiten und von ihnen geäußert werden. Damit ruft die Studie die normative Prägung der Kommunikationswissenschaft ins Bewusstsein und liefert neue Erkenntnisse über das Selbstverständnis des Fachs. 4950 https://doi.org/10.1007/s11616-021-00638-3$xR$3Volltext$534 4961 http://uri.gbv.de/document/gvk:ppn:1776315332 5051 070 5550 Handlungsempfehlungen 5550 Inhaltsanalyse 5550 Kommunikationswissenschaft 5550 Normativität 5550 Sollensvorstellungen 5550 Vergleichende Forschung