Metallorganische Verbindungen der s-Blockmetalle und Dibenzosuberenan-basierter Liganden : präparative und Theoretische Untersuchungen

Ein umfassendes, analytisch erklärendes Verständnis der nicht-kovalenten Wechselwirkungen zwischen Kationen und elektronenreichen π-Systemen bedarf noch weiterer Forschung. Sie sind essenziell für biomolekulare Strukturen, die Proteinfaltung und Protein-Ligand-Erkennungsprozesse. Neuere theoretische Studien der Interaktion einfacher Kationen mit der gekrümmten π-Oberfläche des Corannulens und Summanens zeigten, dass der Beitrag zur Wechselwirkungsenergie in keinem Fall mehr als 50 % elektrostatischer Natur ist. Der Einfluss der dispersiven Wechselwirkung steigt mit der Größe des Kations. In dieser Dissertation wird auf Basis eines umfangreichen Literaturüberblicks ein Ligandensystem vorgestellt, welches in NMR-Experimenten ein flexibles Verhalten in Abhängigkeit der als Gegenionen gewählten s-Blockmetallionen zeigt. Die NMR-Spektren belegen die Reinheit der erhaltenen Substanzen und zeigen spezifische, gut voneinander getrennte Signale für die unterschiedlichen Verbindungen. Es werden praktikable und skalierbare Syntheserouten beschrieben, welche weitere Studien und Kristallisationsversuche ermöglichen. Die vorgestellten Substituentenkombinationen erlauben einstellbare Reaktivität als Ausgangspunkte für alternative Zugangswege. Erste quantenchemische Berechnungen unterstützen die aus den Experimenten erhaltenen Ergebnisse.

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