Studien zum fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht in der universitären Lehrerbildung : hochschuldidaktisches Veranstaltungskonzept, professionelle Überzeugungen, Natur der Naturwissenschaften

Das vorliegende Dissertationsprojekt ist in die aktuelle Diskussion über fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht in Deutschland einzuordnen. Schwerpunkte bilden die hochschuldidaktische Entwicklung eines Lehr-Lern-Angebots für Lehramtsstudierende und die empirische Untersuchung spezifischer Überzeugungen dieser Zielgruppe. In vielen Bundesländern wurden in den letzten Jahren naturwissenschaftliche Verbundfächer in das Curriculum allgemeinbildender Schulen implementiert. Entsprechende Ausbildungsangebote für zukünftige Lehrerinnen und Lehrer finden sich aber an nur wenigen Hochschulen. In Untersuchungen zeigt sich deshalb, dass Lehrende dieser Veränderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts noch immer kritisch gegenüberstehen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, spezifische Überzeugungen bezüglich des Naturwissenschaftsunterrichts zu identifizieren und deren Ausprägungen bei Lehramtsstudierenden zu ergründen. Parallel dazu wird für diese Zielgruppe ein Lehr-Lern-Angebot zur Einführung in den fächerübergreifenden naturwissenschaftlichen Unterricht entwickelt, welches erste Erfahrungen im Fächerübergriff ermöglicht und zu einer Reflexion der Überzeugungen beiträgt. Die Arbeit umfasst damit zwei Schwerpunkte, die Entwicklungsarbeit und die Begleitforschung. Für die empirische Begleitforschung werden im Sinne einer deskriptiven Untersuchung der Überzeugungen zum Lehren und Lernen von Naturwissenschaften sowie der Überzeugungen zur Natur der Naturwissenschaften Daten von 318 Lehramtsstudierenden der Fächer Biologie, Chemie und Physik mithilfe statistischer Verfahren ausgewertet. Die Ergebnisse der Analysen legen nahe, dass aus Perspektive der Lehramtsstudierenden der naturwissenschaftliche Unterricht im Fächerverbund ebenso wirksam ist wie ein disziplinorientierter Unterricht und sie keine naiven, sondern angemessene Überzeugungen zu naturwissenschaftlichen Erkenntnisprozessen vertreten.

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