Techniken, Erfolgsraten und Komplikationen von präklinischen Notfallintubationen im Notarztdienst Jena : Analyse von Einsätzen im Rettungshubschrauber und Notarzteinsatzfahrzeug

Das Atemwegsmanagement und die endotracheale Intubation sind komplexe Maßnahmen in der Patientenversorgung. (Cortellazzi et al. 2015). In Anlehnung an das „National Emergency Airway Registry“, entstand in Jena das präklinische Intubationsregister, welches zunächst Einsätze des Notarzteinsatzfahrzeugs NEF J/82-1 und des Rettungshubschraubers C70 dokumentierte. Das Ziel dieser Arbeit ist die Erfassung und Analyse der präklinischen Atemwegssicherungen und eine Evaluierung, wovon der Erfolg einer Atemwegssicherung abhängt. Die Datenerhebung erfolgte in Form eines Online-Fragebogens, welcher unter anderem Charakteristika von Patienten und den ausführenden Verantwortlichen, sowie Komplikationen thematisiert. Ob eine Korrelation zwischen den genannten Parametern und dem First pass success besteht, ist die zentrale Fragestellung. In dem Zeitraum vom 01.04.2016 bis 01.04.2017 dokumentierten die verantwortlichen Notärzte 117 Einsätze (NEF J/82-1: 56 Einsätze, C70: 61 Einsätze). Die Compliance der Ärzte betrug initial 70,6%. Der First pass success (FPS) betrug 79,5%, der Second pass success (SPS) betrug 55% und der Third pass success betrug 100%. 61,5% der Patienten waren männlich. Signifikante Unterschiede zeigten sich zwischen dem FPS und Ärzten mit eigener Praxis verglichen mit Rettungsassistenten/ Notfallsanitätern (p=0,035 n=13) und klinisch tätigen Notärzten (p= 0,006 n=96). Die Gabe von Succinylcholin korrelierte mit einem FPS von 100%. Die Gabe von Rocuronium führte zu einem FPS von 81,6%. Ein signifikanter Zusammenhang war zwischen dem FPS und der Beurteilung nach Cormack und Lehane ersichtlich (p< 0,00 n=79). Das Auftreten von Komplikationen korrelierte signifikant mit dem FPS (p<0,00 n=102). Die Altersstruktur der Patienten unterschied sich signifikant bei beiden Rettungsmitteln (p=0,033 n=117). Nahmen die Verantwortlichen keine Veränderungen zwischen dem ersten und zweiten Versuch vor, führte dies bei 70% der Patienten zu einem erfolgreichen zweiten Versuch.

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