UV-Exposition von Beachvolleyballern und deren Präventionsverhalten

Weber, Michael GND

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Solare ultraviolette-Strahlung (UV-Strahlung), insbesondere UV-B Strahlung, ist ein Kanzerogen und stellt den Hauptrisikofaktor für Nicht-melanozytären Hautkrebs (NMSC) dar. Personen, die sich beruflich oder privat viel im Freien aufhalten, gehören zu den Risikogruppen für NMSC. Somit liegt der Verdacht nahe, dass Outdoor-Sportler ein erhöhtes Risiko für das Auftreten solar bedingter Hautschäden haben. Um die UV-Belastung von Sportlern zu quantifizieren, wurden in der Vergangenheit personendosimetrische Messungen unter anderem mit Radfahrern, Triathleten, Skifahrern, Bergsteigern und Tennisspielern durchgeführt. Beachvolleyballer fanden in dieser Hinsicht bisher keine Beachtung. Dabei zählt Beachvolleyball zu den Trendsportarten, dessen Image sich auf Sonne, Strand und unbedeckter Haut aufbaut und zunehmende Bedeutung im Breiten- und Profisportbereich erfährt. Zudem wird auf Sand gespielt, welcher ein erhöhtes Rückstrahlungsvermögen für UV-Strahlung aufweist. In Anbetracht dieser Tatsachen erscheinen eine Quantifizierung der UV-Exposition und eine Untersuchung des Sonnenschutzverhaltens von Beachvolleyballern notwendig. Um die UV-Bestrahlungsdosis der Spieler unter realen Bedingungen zu quantifizieren, wurden in der vorliegenden Studie personendosimetrische Messungen während einer zweistündigen Trainingseinheit, von 12-14 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ), durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 60 Spieler an 15 Messtagen mit dem Datenlogger X2012-10 der Firma Gigahertz-Optik dosimetriert. Jeder Spieler erhielt 5 Messgeräte. Diese wurden an Stirn, Nacken/oberer Rücken, Dekolleté, Oberarm und Wade platziert. Zeitgleich wurde ein Dosimeter auf einem Stativ befestigt, welches die horizontale Globalstrahlung maß und damit einen statischen Vergleichswert zu den einzelnen Körperpositionen lieferte.

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