Einfluss von Desipramin auf die kardiale Substratoxidation bei Ischämie und Reperfusion

Magerl, Maximilian GND

In dieser Arbeit wurde gezeigt, dass der Zeitpunkt der Desipramingabe für eine Kardioprotektion ausschlaggebend ist. Eine Gabe von Desipramin nach Ischämie schadete den Herzmuskel, was sich in einer herabgesetzten Herzleistung und in einem gesteigerten Substratverbrauch pro Leistung in der Reperfusion wiederspiegelte. Mit einer präischämischen Gabe Desipramins wurde eine schnellere Wiederherstellung der Herzleistung nach einer Ischämie erzielt. Weiter zeigte sich, dass Desipramin die Glukoseoxidation steigert. Dieser Einfluss auf die Substratoxidation hat sich insbesondere bei der Protektion des Myokards vor Ischämie- und Reperfusionsschäden als vorteilhaft erwiesen. Durch eine gesteigerte Glukoseoxidation wird einer Dysregulation der Glukoseverwertung entgegengewirkt. Dies ermöglicht dem Herzmuskel eine höhere metabolische Effizienz nach einer Ischämie. In dieser Arbeit zeigten mit Desipramin behandelte Herzen denselben Substratverbrauch pro Leistung nach einer Ischämie wie vor Ischämie und verloren somit nicht an Effizienz. Folglich besteht in der präventiven Verwendung von Desipramin eine Möglichkeit den Herzmuskel vor Ischämie- und Reperfusionsschäden zu schützen.

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Magerl, M., 2020. Einfluss von Desipramin auf die kardiale Substratoxidation bei Ischämie und Reperfusion. Jena. https://doi.org/10.22032/dbt.41541
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