@PhdThesis{dbt_mods_00040634, author = {Balthasar, Peter}, title = {Untersuchung des Wandels der Steinartefaktgrundproduktion in der Westf{\"a}lischen Bucht vom Sp{\"a}tpal{\"a}olithikum bis zum Mesolithikum}, year = {2019}, address = {Jena}, keywords = {Jungpal{\"a}olithikum; Mesolithikum; Artefakt; Westf{\"a}lische Bucht; Azilien; Federmesser; Ahrensburger Gruppe; Belloisien; Long-blade; Grundproduktion; Vor- und Fr{\"u}hgeschichte}, abstract = {Die vorliegende Arbeit stellt, exemplarisch anhand von vier Fundpl{\"a}tzen, die Entwicklung der Grundproduktion in Westfalen heraus. Zudem wird einerseits der bereits lange in der Diskussion befindliche Fundplatz Westerkappeln einer wichtigen Neubewertung unterzogen, w{\"a}hrend Reingsen, Brennesch und mehrere Inventare aus Weitkamp erstmals umfassend vorgelegt werden. Am Ende des Aller{\o}d erfolgte ein stark flexibler Abbau von Grundformen mit dem Ziel kleine Klingen f{\"u}r lithische Jagdwaffenbewehrung herzustellen, w{\"a}hrend grobere und bei dem gleichen Abbauvorgang nebenbei anfallende Grundformen f{\"u}r die zahlreichen Siedlungsger{\"a}te genutzt wurden. Die Rohmaterialqualit{\"a}t war dabei irrelevant und der Pr{\"a}parationsaufwand wurde gering gehalten. Im Lauf von Dryas III und der damit verbundenen {\"O}ffnung der Landschaft ist nicht nur ein typologischer Wandel der lithischen Jagdwaffenbewehrung fassbar, sondern auch eine Erg{\"a}nzung des flexiblen Vorgehens um elaboriertere Methoden. Sowohl der Abbau und die Nutzung von Gro{\ss}klingen als auch die Segmentierung von Klingen mittels Kerbtechnik kann, aber muss nicht, in diesem Abschnitt auftreten. Inwieweit diese flexible Nutzung eines breiten Repertoires an Methoden bis in Pr{\"a}boreal erhalten bleibt, ist anhand der untersuchten Inventare nicht fassbar. Deutlich wird jedoch, dass sp{\"a}testens im Boreal eine R{\"u}ckkehr zur flexiblen Anpassung des Abbaus an kleines lokales Rohmaterial erfolgte, was m{\"o}glicherweise der eingeschr{\"a}nkten Erreichbarkeit guten Rohmaterials durch den Waldbestand geschuldet ist. Da im Aller{\o}d ebenfalls (lichter) Waldbestand und ein {\"a}hnlich flexibles Vorgehen nachweisbar ist, erscheint der Zusammenhang zwischen beidem plausibel. Der methodische R{\"u}ckgriff auf das Azilien im Abbau geht jedoch mit einem anderen Typenspektrum einher, welches sich gut aus dem vorangegangenen Ahrensburgien/Belloisien ableiten l{\"a}sst. Auch die dort erstmals auftretende Kerbtechnik ist erhalten geblieben.}, note = {Dissertation, Friedrich-Schiller-Universit{\"a}t Jena, 2019}, doi = {10.22032/dbt.40634}, url = {https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00040634}, url = {http://uri.gbv.de/document/gvk:ppn:1690176997}, url = {https://doi.org/10.22032/dbt.40634}, file = {:https://www.db-thueringen.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbt_derivate_00046527/dissbalthasar.pdf:PDF}, language = {de} }