Atemanhalte- versus Standardtechnik bei der 18F-FDG-PET/CT des malignen Melanoms : Detektion zusätzlicher Tumorbefunde und Auswirkungen auf quantitative Parameter

Bärwolf, Robert GND

Ziel dieser Arbeit ist es, bei Patienten mit metastasiertem malignem Melanom, die einer 18F-FDG bhPET/CT-Untersuchung unterzogen wurden, zu untersuchen, ob die Detektion zusätzlicher Tumorbefunde, insbesondere der atemabhängigen Organe, im Vergleich zur fbPET/CT möglich ist und in welchem Ausmaß quantitative Parameter beeinflusst werden. Es konnten 34 Patienten mit 117 Tumorbefunden mit metastasiertem malignem Melanom retrospektiv ausgewertet werden. Zur Korrelation der Tumorbefunde im fbPET und bhPET wurde kontrastmittelverstärkende Schnittbildgebung (ceCT und ceMRT) herangezogen. Die bhPET (eine zusätzliche Untersuchungsregion; in der Regel die Lunge oder die Leber) konnte im Anschluss an die fbPET-Ganzkörperuntersuchung mit einer Verzögerung von im Mittel 31 ± 7 Minuten angefertigt werden. Die entsprechende low-dose-CT zur Schwächungskorrektur des PET-Datensatzes erfolgte jeweils vor der PET. Dabei wurde die fbPET/CT in Atemmittelage und die bhPET/CT in Inspiration durchgeführt. Es wurde das Maß der Übereinstimmung der jeweiligen Tumorbefunde zwischen fbPET und bhPET hinsichtlich verschiedener Merkmale (SUVmax, SUVmean, mVic40, dem Zeitintervall zwischen fbPET und bhPET und der Läsionsgröße) ermittelt. Es zeigte sich, dass bei der bhPET höhere SUV-Werte und ein geringeres mVic40 gemessen wurden. Der Einfluss der bhPET auf die SUV-Werte korrelierte signifikant mit der Läsionsgröße, während sich die Länge des Zeitintervalls zwischen fbPET und bhPET auf keinen der quantitativen Parameter signifikant auswirkte. Bei einem Patienten wurde ein Tumorbefund im bhPET sicher innerhalb der Leber ermittelt, der in der fbPET nicht sichtbar war. Auf der Grundlage der vorliegenden Daten kann die bhPET z.B. bei Patienten ohne bekannte Metastasierung bzw. bei Patienten mit wenig Tumorlast (kurative Intention) ein nützliches Untersuchungstool sein um potenzielle Tumorbefunde zu demaskieren.

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