Einfluss erwachsener Bindungsrepräsentationen auf die psychophysiologische Stressregulation

Kietzer, Stephanie GND

Ziel der vorliegenden Studie ist es, die psychophysiologische Stressreaktion bei Personen mit sicherem, ambivalentem und vermeidendem Bindungsmuster zu untersuchen. Es wurde angenommen, dass sich die Stressantwort in Abhängigkeit vom Bindungstyp unterscheidet. So sollten sicher gebundene Personen eine Up-Regulation während der Darbietung stressauslösender Stimuli zeigen sowie eine angemessene Down-Regulation in der anschließenden Erholungsphase. Für ambivalent gebundene Personen sollte sich eine insgesamt stärkere sympathische Stressantwort zeigen, wohingegen Probanden mit vermeidendem Bindungsmuster eine stärkere sympathische Aktivierung während der Stressinduktion aufweisen sollten sowie eine verzögerte Down-Regulation im Anschluss. Die Stressinduktion erfolgte mittels Mannheimer Multikomponenten-Stress-Test (Kolotylova et al., 2010), einer Methode, um bindungsunspezifischen Stress zu erzeugen. Als Indikatoren der Stressreagibilität wurden verschiedene Parameter der Herzratenvariabilität erfasst, welche sympathische und parasympathische Aktivität widerspiegeln. Die Ergebnisse konnten zeigen, dass das Erwachsenen-Bindungsprototypen-Rating (Strauß & Lobo-Drost, 1999) ein valides Instrument zur Erfassung erwachsener Bindungsrepräsentationen darstellt. Zudem war die Stressinduktion durch den MMST im Allgemeinen erfolgreich. Bezüglich der verschiedenen Bindungsmuster konnten keine signifikanten Unterschiede gefunden werden, welche auf spezifische Muster autonomer Reaktionen hindeuten würden.

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Kietzer, Stephanie: Einfluss erwachsener Bindungsrepräsentationen auf die psychophysiologische Stressregulation. Jena 2018.

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