Prädiktoren für Schmerzen sowie depressive Symptome nach einer Geburt unter besonderer Berücksichtigung von maternalen Bindungsmerkmale

Schnabel, Kathrin GND

Methodik:  In  einer  prospektiven  Kohortenstudie  mit  vier  Messzeitpunkten  (T1:  präpartum, T2: einen Tag, T3/T4: 12 bzw. 24 Wochen postpartum) wurde der Zusammenhang zwischen Schmerzen/Depressivität mithilfe von kreuzverschobenen Regressionsanalysen untersucht. Zur Beantwortung der Vorhersage-­ und Mediator-­fragestellungen wurden Regressionsanalysen durchgeführt. Ergebnisse: Schmerzen zu T2 ließen sich durch Depressivität zu T1 vorhersagen, was umgekehrt nicht möglich war. Bindungsbezogenes Vertrauen konnte einen signifi-­kanten Varianzanteil von Schmerzen/Depressivität zu T2 aufklären. Weder Schmerz-­katastrophisierung noch Angstsensitivität fungierten als Mediatoren. Gruppen mit unterschiedlichen  Geburtsmodi  differierten  in  verschiedenen  psychologischen  Variablen. Der Geburtsmodus konnte postpartale Schmerzen/Depressivität vorher-­sagen, wirkte aber nicht Hintergrund:  Es  besteht  Forschungsbedarf,  inwieweit  peripartale  Schmerzen  und  Depressivität zusammenhängen. Dabei existieren Hinweise, dass Bindungsmerkmale als  Prädiktoren  für  postpartale  Schmerzen/Depressivität  fungieren.  Schmerz-­katastrophisierung und Angstsensitivität könnten hierbei als Mediatoren wirken. Ziel: Es wurde überprüft, ob sich Schmerz besser zur Vorhersage von Depressivität oder  umgekehrt  Depressivität  besser  zur  Vorhersage  von  Schmerz  eignet.  Weiter  wurde untersucht, ob Bindungsmerkmale postpartale Schmerzen/Depressivität vorhersagen  können.  Der  Fokus  lag  auf  der  Vorhersage  von  Schmerzen/  Depressivität einen Tag postpartum durch das Bindungsmerkmal Vertrauen. Schmerz-­katastrophisierung und Angstsensitivität wurden als Mediatoren evaluiert. Die Rolle des Geburtsmodus wurde zudem untersucht. Methodik:  In  einer  prospektiven  Kohortenstudie  mit  vier  Messzeitpunkten  (T1:  präpartum, T2: einen Tag, T3/T4: 12 bzw. 24 Wochen postpartum) wurde der Zusammenhang zwischen Schmerzen/Depressivität mithilfe von kreuzverschobenen Regressionsanalysen untersucht. Zur Beantwortung der Vorhersage-­ und Mediator-­fragestellungen wurden Regressionsanalysen durchgeführt. Ergebnisse: Schmerzen zu T2 ließen sich durch Depressivität zu T1 vorhersagen, was umgekehrt nicht möglich war. Bindungsbezogenes Vertrauen konnte einen signifi-­kanten Varianzanteil von Schmerzen/Depressivität zu T2 aufklären. Weder Schmerz-­katastrophisierung noch Angstsensitivität fungierten als Mediatoren. Gruppen mit unterschiedlichen  Geburtsmodi  differierten  in  verschiedenen  psychologischen  Variablen. Der Geburtsmodus konnte postpartale Schmerzen/Depressivität vorher-­sagen, wirkte aber nicht als Mediator zwischen Vertrauen und postpartalen Schmerzen/Depressivität. Schlussfolgerung:  Das  Bindungsmerkmal  Vertrauen  kann  zur  Vorhersage  postpartaler Schmerzen/Depressivität genutzt werden. Je stärker das Bindungs-­merkmal Vertrauen ausgeprägt ist, desto geringer werden postpartale Schmerzen/Depressivität eingeschätzt.

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Schnabel, Kathrin: Prädiktoren für Schmerzen sowie depressive Symptome nach einer Geburt unter besonderer Berücksichtigung von maternalen Bindungsmerkmale. Jena 2018.

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