Outcome-Prognose nach Herz-Kreislaufstillstand mittels cCT : Bestimmung der relativen Gehirndichte und Quantifizierung des Hirnödems als altersadjustiertes Verhältnis des Liquorraums zum Hirngewebe

Jakob, Michelle GND

Die aktuelle Datenlage zur Prognoseeinschätzung nach kardiopulmonaler Reanimation (CPR) ist unzureichend. Wir untersuchten in einer monozentrischen, retrospektiven Studie die Assoziation ausgewählter cCT-Parameter mit dem neurologischen Outcome nach Herz-Kreislaufstillstand (HKS). 2004 2012 erhielten 94 Patienten nach CPR ein cCT innerhalb der ersten 72h, mit Befundung des Outcome nach 4 Wochen (gut GOS 3-5; schlecht GOS1/2). Es erfolgten Dichtemessungen in 27 Hirnregionen mit Berechnung von 12 Grey-White-Matter Ratios (GWR). Das Begleitödem wurde als Verhältnis des Liquorraums zum gesamt-intrakraniellen Gewebe quantifiziert und altersadjustiert (relativer-CFS adj.). Es wurden Modelle zur Prognose von Mortalität und einem schlechtem neurologischen Outcome erstellt. Das Dichteverhältnis Putamen/posteriore Capsula interna sowie der relative-CFS adj. zeigten eine signifikante Assoziation mit dem neurologischen Outcome. Die, mittels Kombination beider Prädiktoren, berechnete Mortalitäswahrscheinlichkeit ergab in der ROC-Analyse eine AUC = 0.77 (Cut-off 79,6%; SPEZ 100%, SENS 44%). Die GWR der relevanten, subkortikalen Strukturen (GWR-BG-SUM) wies eine AUC = 0,72 auf. Die, mittels Kombination von GWR-BG-SUM und dem relativen-CFS adj. berechnete, Wahrscheinlichkeit für ein schlechtes Outcome ergab eine AUC = 0.82 (Cut-off 95%; SPEZ 94 %; SENS 34%). Die relative Hirndichte sowie die Quantifizierung des Begleitödems waren signifikant mit dem neurologischen Outcome nach HKS assoziiert. Die relative Dichte ausgewählter Basalganglien zeigte sich prognostisch gleichwertig herkömmlicher, aufwendigerer Methoden. Die bivariate Prognose lieferte einen Zugewinn prognostischer Güte. Große, prospektive Studien sind zur Validierung notwendig.

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Jakob, Michelle: Outcome-Prognose nach Herz-Kreislaufstillstand mittels cCT. Bestimmung der relativen Gehirndichte und Quantifizierung des Hirnödems als altersadjustiertes Verhältnis des Liquorraums zum Hirngewebe. Jena 2018.

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