000K utf8 0100 1019288566 1100 $c2016 1500 ger 2050 urn:nbn:de:gbv:27-dbt-20180420-1002517 2051 10.22032/dbt.34507 3000 Quicker, Esther 4000 gespaltene Bild der Roma in Rumänien [Quicker, Esther] 4060 371 Seiten 4209 In der rumänischen Gesellschaft sind „die Roma“ seit den 1990er Jahren ein Thema, das stark polarisiert. Während in der bundesdeutschen Bevölkerung laut Untersuchungen gemäßigte Ablehnung überwiegt, hat das Feindbild Roma im heutigen Rumänien große Bedeutung. Für die vorliegende Studie verfassten 507 Jugendliche an rumänischen Schulen anonym Aufsätze über „Die Roma/Zigeuner Rumäniens“. Dabei zeigte sich einerseits eine ausgeprägte Form von elitärem Rassismus: Mit steigendem Bildungskapital der Familie nahmen vehemente Verachtung, Gefühle wie Hass oder Angst und der Glaube an eine Unterlegenheit der imaginierten Gemeinschaft zu. Andererseits schrieb mehr als ein Viertel der Befragten entweder neutral oder positiv, wobei häufig Sympathie und Wertschätzung ausgedrückt wurden. Wie kam es dazu, dass sich die Stimmung nach dem Umsturz von 1989 rapide gegen die Minderheit wendete – oder wenden ließ? Wie wirken sich aktuelle kulturelle Phänomene wie die sogenannten „Zigeunerpaläste“, die das Interesse westlicher Medien auf sich ziehen, oder die „Manele“, eine Popmusikrichtung, in der Interpreten mit Roma-Hintergrund Erfolge über Rumänien hinaus feierten, auf die öffentliche Wahrnehmung und die Einstellung der Jugendlichen aus? Richtet sich die Ablehnung vor allem gegen „die Armen“ oder auch gegen ethnisch-kulturelle Identitätsmerkmale wie die Sprache Romani? Diese Studie fragt nach Formen, Gründen und Funktionen der Romabilder und des sozialen Ausschlusses, der die Betroffenen in die Emigration treibt, den geschichtlichen und soziokulturellen Wurzeln der Abgrenzung von „den Rumänen“, aber auch nach den Bedingungen, unter denen es im Lauf der Geschichte zu positiven Sichtweisen und einem konstruktiven Zusammenleben kam. Im Hinblick auf die heutigen Herausforderungen durch Migrationen nach Europa und innerhalb Europas sowie durch Meinungsmachende, die von diesbezüglichen Ängsten profitieren, sollen dabei neue Perspektiven aufgezeigt werden. 4950 https://doi.org/10.22032/dbt.34507$xR$3Volltext$534 4950 https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:27-dbt-20180420-1002517$xR$3Volltext$534 4961 http://uri.gbv.de/document/gvk:ppn:1019288566 5051 490 5550 Fremdbild 5550 Rumänien