Vergleich der Häufigkeit von spontanen und olfaktorisch evozierten Atemänderungen bei jungen Normosmikern

Thielscher, Doreen GND

Die Respirationsolfaktometrie ist eine objektivierende Riechtestung, die häufig im Rahmen von gutachterlichen Fragen durchgeführt wird. Von Januar bis Mai 2013 wurden für die Erstellung der vorliegenden Studie 26 Normosmiker im Alter von 19-35 untersucht. Das Vorgehen gliederte sich in 3 wesentliche Teile: einer Riechtestung mittels Sniffin Sticks, der Beobachtung einer 10-minütigen Ruheatmung und der Untersuchung der Atmung während der Reizung mit Schwefelwasserstoff (2ppm) bzw. Neutralluft. Die Erkenntnis, inwieweit die individuelle Ruheatmung Einfluss auf die Dauer der Respirationsolfaktometrie nimmt und inwiefern es zu respiratorischen Änderungen nach Riechreizung bzw. Neutralluftreizung kommt, war das Ziel dieser Untersuchungen. Schwefelwasserstoff-Reize evozierten signifikant mehr Atemänderungen als Neutralluft-Reize. Nach Neutralluftreizen waren immerhin 20-30% der auf den Reiz folgenden Atemzüge spontan verändert. Spontane Atemänderungen lassen sich in der Regel nicht von evozierten unterscheiden und könnten als Riechwahrnehmung fehlinterpretiert werden. Es sollten deshalb randomisiert Reize mit reinen Riechstoffen und Neutralluftreizen wiederholt in die Ruheatmung appliziert werden, um mehrheitliche Atemänderungen bei olfaktorischer Reizung darstellen zu können.

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Thielscher, Doreen: Vergleich der Häufigkeit von spontanen und olfaktorisch evozierten Atemänderungen bei jungen Normosmikern. Jena 2017.

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