Evaluierung des Sirtuinisoenzym-Expressionsmusters in kindlicher akuter lymphoblastischer Leukämie

Jaeckle, Rebekka Maria GND

7 Sirtuine (SIRT), Histondeacetylasen der Klasse III, sind neue antitumorale Zielstrukturen. Ihre Hemmung unterbindet Tumorwachstum und bewirkt die Induktion von Apoptose und Differenzierungsprozessen. In Tumoren erwachsener Krebspatienten wurden Assoziationen zwischen der Expression bestimmter SIRTs und klinischen Verläufen nachgewiesen. Im Bereich der pädiatrischen Onkologie liegen hierzu nur wenige Daten vor. In dieser Doktorarbeit sollte die klinische Relevanz von Sirtuinen in kindlicher akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) evaluiert werden. Mittels quantitativer RT-PCR wurde die Expressionshöhe der sieben SIRTs in 89 ALL-Proben bestimmt. Die Analyseergebnisse wurden mit Expressionsdaten gesunder Spender verglichen und auf Korrelationen mit klinischen Parametern geprüft. Es zeigte sich, dass alle sieben Sirtuine in den Krebszellen höher exprimiert waren. Signifikante Korrelationen fanden sich v.a. bei SIRT5 mit Einflussgrößen, die für ein schlechtes Outcome sprechen wie ein Alter über neun Jahren, das Fehlen der ETV6-RUNX1-Translokation, häufigeres Auftreten von Rezidiven oder das Versterben der Patienten. Vermutlich reguliert SIRT5 neben dem Metabolismus die Tumorgenese und könnte als prognostischer Marker und neues Therapieziel dienen. Sirtuine (SIRT), Histondeacetylasen der Klasse III, sind neue antitumorale Zielstrukturen. Ihre Hemmung unterbindet Tumorwachstum und bewirkt die Induktion von Apoptose und Differenzierungsprozessen. In Tumoren erwachsener Krebspatienten wurden Assoziationen zwischen der Expression bestimmter SIRTs und klinischen Verläufen nachgewiesen. Im Bereich der pädiatrischen Onkologie liegen hierzu nur wenige Daten vor. In dieser Doktorarbeit sollte die klinische Relevanz von Sirtuinen in kindlicher akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) evaluiert werden. Mittels quantitativer RT-PCR wurde die Expressionshöhe der sieben SIRTs in 89 ALL-Proben bestimmt. Die Analyseergebnisse wurden mit Expressionsdaten gesunder Spender verglichen und auf Korrelationen mit klinischen Parametern geprüft. Es zeigte sich, dass alle sieben Sirtuine in den Krebszellen höher exprimiert waren. Signifikante Korrelationen fanden sich v.a. bei SIRT5 mit Einflussgrößen, die für ein schlechtes Outcome sprechen wie ein Alter über neun Jahren, das Fehlen der ETV6-RUNX1-Translokation, häufigeres Auftreten von Rezidiven oder das Versterben der Patienten. Vermutlich reguliert SIRT5 neben dem Metabolismus die Tumorgenese und könnte als prognostischer Marker und neues Therapieziel dienen.

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Jaeckle, Rebekka: Evaluierung des Sirtuinisoenzym-Expressionsmusters in kindlicher akuter lymphoblastischer Leukämie. Jena 2017.

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