PT Unknown AU Holzschuh, S TI Studien zur Beladungskapazität kolloidaler Formulierungen PY 2017 WP https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00031316 LA de DE Liposom; Wirkstofffreisetzung AB Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Transfererscheinungen liposomaler Formulierungen, indem sie die Freisetzung eines lipophilen Wirkstoffes aus der Liposomenmembran untersucht. Im ersten Teil liegt der Fokus auf der zeitabhängigen in vitro-Interaktion mit humanen Plasmaproteinen. Hierfür wurde an der AF4 eine Methode entwickelt, die eine inkubierte Liposomen-Plasma-Mischung in die für den Transfer relevanten Fraktionen – Albumin, HDL, LDL und Vesikel – fraktioniert. Die Messung der Wirkstofffreisetzung erfolgte über eine radioaktive Markierung. Zeitgleich wurde die Stabilität der Vesikel untersucht, in dem die zeitabhängige Verteilung eines entsprechenden radioaktiven, lipophilen Markers gemessen wurde. Zur Anwendung kamen hierfür Cholesterololeylether (COE) und unterschiedliche DPPC-Label. Die jeweiligen Vor- und Nachteile der Label werden dargestellt. Die Wirkstofffreisetzung der lipophilen Modellsubstanz Temoporfin (mTHPC) war abhängig von der Membranzusammensetzung. Diese Effekte wurden in einem mathematischen Modell beschrieben. Im zweiten Teil wurde an der Langmuir-Filmwaage eine weitere Methode angewandt, mit der der Transfer des Wirkstoffes an eine Modellmembran – einem POPC-Monolayer – untersucht werden sollte. Dabei konnte festgestellt werden, dass mTHPC innerhalb weniger Minuten zwischen den Membranen austauscht. Selbiges Phänomen konnte noch schneller für weitere, weniger lipophile Wirkstoffe beobachtet werden. Liposomale Formulierungen dieser Wirkstoffe wurden ebenfalls an der AF4 auf ihr Verhalten in humanem Plasma untersucht. Im Gegensatz dazu wurden für den Transfer von Cholesterol Halbwertszeiten über einer Stunde gemessen. PI Jena ER