Emporeneinbauten im deutschen Kirchenbau des ausgehenden Mittelalters : dargestellt an elf Beispielen

Danicke, Sandra GND

Emporeneinbauten im Kirchenbau hat es seit der Zeit der Griechen in vielen Ländern in den verschiedensten Varianten immer wieder gegeben. Die Gründe dafür waren unterschiedlichster Natur. Im ausgehenden Mittelalter, der Epoche der Spätgotik, läßt sich in Deutschland eine neue Blüte des Emporenbaus feststellen. Nicht nur neu errichtete Sakralbauten wurden mit diesem architektonischen Element ausgestattet, auch älteren Kirchen wurden nachträglich Emporen eingebaut. Kamen die Emporen bis dahin zumeist nur an einer oder zwei Langhausseiten vor, oder handelte es sich bei ihnen um balkonartige Logen von geringen Ausmaßen, so haben wir es nun mit Emporenanlagen zu tun, die um das gesamte Langhaus, manchmal sogar bis in den Chor hinein, herumgeführt sind. Hierbei stellt sich die Frage, wie diese Entwicklung zu erklären ist. Handelt es sich (wie in romanischer Zeit) um ein konstruktives Hilfsmittel oder waren die Emporen zur Benutzung gedacht? Dienten sie kultischen Zwecken, zur Raumgewinnung oder gaben gestalterische Gründe, wie etwa die Wandgliederung, für ihre Errichtung den Ausschlag? Waren sie bestimmten Personen vorbehalten und wenn ja, welchen? Der verstärkte Emporenbau im Deutschland des ausgehenden Mittelalters ist eine Tatsache, die von der Literatur in der Regel zwar zur Kenntnis genommen wird, deren Ursprünge und Entwicklung jedoch leider selten näher untersucht wurden. Anhand von elf Beispielen aus Bayern, Sachsen und dem Erzgebirge untersucht die Autorin Baugeschichte, Funktion und Ausstattung der Emporen und zeigt, daß sich die vermehrte Entstehung von Umgangsemporen im ausgehenden Mittelalter aus verschiedenen formalen und inhaltlichen Zusammenhängen herleitet. Diss. Frankfurt/M. 1999.

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Danicke, Sandra: Emporeneinbauten im deutschen Kirchenbau des ausgehenden Mittelalters. dargestellt an elf Beispielen. Weimar 2010. VDG.

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