@PhdThesis{dbt_mods_00029235, author = {Greul, Franziska}, title = {Mortalit{\"a}t w{\"a}hrend der neurologischen Fr{\"u}hrehabilitation und Langzeitlebensqualit{\"a}t nach prolongierter intensivmedizinischer Therapie}, year = {2016}, address = {Jena}, abstract = {Mortalit{\"a}t und Lebensqualit{\"a}t intensivmedizinisch behandelter Patienten gewinnen aus ethischen und {\"o}konomischen Gr{\"u}nden seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung. Dies betrifft besonders Patienten, die l{\"a}nger auf der Intensivtherapiestation (ITS) bleiben und sich dort einer aufw{\"a}ndigen und belastenden Behandlung unterziehen m{\"u}ssen. Auch wenn dies nur eine Minderheit ist, so verursachen doch gerade diese Patienten einen signifikanten Anteil der intensivmedizinischen Gesamtkosten. Fragen nach individueller Zufriedenheit und langfristigem funktionellen Zustand dieser Patienten sind nicht abschlie{\ss}end gekl{\"a}rt. Dies hat zur Folge, dass diskutiert wird, ob die teils {\"u}bertrieben wirkende Intensivmedizin weitergef{\"u}hrt werden soll. In diesem Zusammenhang wird au{\ss}erdem diskutiert, ob die begrenzten intensivmedizinischen Ressourcen gerecht verteilt sind, da trotz des hohen finanziellen Aufwandes das Outcome nicht vorhersehbar ist. Die damit verbundenen Kosten bei geringer werdenden finanziellen Mitteln werden im Kontext des gesamtgesellschaftlichen Nutzens ebenfalls zunehmend hinterfragt. Zielstellung der vorliegenden Studie war die Identifikation von Pr{\"a}diktoren f{\"u}r Mortalit{\"a}t und Lebensqualit{\"a}t von Patienten, die im Anschluss an die prolongierte intensivmedizinische Behandlung eine neurologische Fr{\"u}hrehabilitation erhielten. Die Untersuchung wurde als retrospektive Analyse an Hand eines w{\"a}hrend der Jahre 1999-2005 eingeschlossenen Patientenkollektivs durchgef{\"u}hrt. Die Studiengruppe umfasste initial 275 Patienten, die unmittelbar von der an{\"a}sthesiologischen ITS des Universit{\"a}tsklinikums Jena (UKJ) in die neurologische Rehabilitation Phase B verlegt wurden. Zus{\"a}tzlich zu den Pr{\"a}diktoren Alter und Geschlecht wurde die Erkrankungsschwere bei ITS-Aufnahme mittels Acute Physiology And Chronic Health Evalutation (APACHE) II Score erhoben. Der intensivmedizinische Verlauf wurde mittels der Gesamtliegezeit, Beatmungs-, Katecholamin- und Dialysetherapiedauer charakterisiert sowie {\"u}ber zwei repr{\"a}sentative Komplikationen [Diagnose schwere Sepsis und/oder Critical Illness Polyneuropathie (CIP)]. Weiterhin wurde der neurologische und k{\"o}rperliche Zustand [Fr{\"u}hreha-Barthel-Index (FBI)] bei Verlegung erfasst. Andere, bei Entlassung untersuchte Einschr{\"a}nkungen betrafen den respiratorischen Status und Dialysebedarf sowie die Gesamtzahl der relevanten Organdysfunktionen. Die Lebensqualit{\"a}t nach der neurologischen Rehabilitation wurde durch den Short Form 36 Health Survey (SF36) eingesch{\"a}tzt. Mit schrittweisen Regressionsanalysen wurden Pr{\"a}diktoren der als Endpunkte festgelegten Variablen Mortalit{\"a}t und Lebensqualit{\"a}t identifiziert. W{\"a}hrend der Rehabilitation verstarben 22,9 Prozent der {\"u}berwiesenen Patienten (n=63); von 17 Patienten konnte der Rehabilitationsverlauf nicht weiter verfolgt werden. Nach durchschnittlich 48 Monaten sandten 47,7{\%} (n=93) der nach Hause oder in ein Pflegeheim entlassenen Patienten den SF36 zur{\"u}ck. Die verbliebenen Patienten (n=102) verstarben entweder im Verlauf (n=42), waren nicht erreichbar (n=10) oder verweigerten die Teilnahme (n=17) bzw. war ihnen diese aus anderen Gr{\"u}nden nicht m{\"o}glich (n=33).}, note = {Dissertation, Friedrich-Schiller-Universit{\"a}t Jena, 2016}, url = {https://www.db-thueringen.de/receive/dbt_mods_00029235}, url = {http://uri.gbv.de/document/gvk:ppn:860639452}, file = {:https://www.db-thueringen.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbt_derivate_00035259/Dissertation.pdf:PDF}, language = {de} }