Expressionsanalyse ausgewählter Gene des JAK-STAT-Signalweges in Trophoblastzelllinien nach Stimulation mit GM-CSF, LIF und Oncostatin M

Beckus, Juliane GND

Phoblastzellen sind embryonale Plazentazellen, die invasiv in mütterliches Gewebe vordringen. Aufgrund dieser Eigenschaft werden sie oft mit Tumorzellen verglichen. Anders als diese werden Trophoblastzellen jedoch spezifisch gesteuert und am unkontrollierten Wachstum gehindert. Eine zentrale Rolle spielt hierbei der JAK-STAT-Signalweg, aus dessen Erforschung man sich Erkenntnisse über Schwangerschaftspathologien sowie über Pathomechanismen und die mögliche Beeinflussbarkeit von Tumorzellen erhofft. Ziel dieser Arbeit war es, den Einfluss der Zytokine LIF, Oncostatin M und GM-CSF auf die Expression verschiedener Gene des JAK-STAT-Signalweges in den Trophoblastzelllinien JEG-3, HTR-8/SVneo und JAR mithilfe verschiedener PCR-Verfahren vergleichend zu untersuchen. Für Vorversuche diente die konventionelle PCR, deren Sensitivität für eine Expressionsanalyse jedoch zu gering ist. In der hochsensitiven Low-volume-PCR konnte eine Steigerung der Expression des Inhibitors SOCS3 nach LIF-Stimulation von HTR-8/SVneo-Zellen gezeigt werden, jedoch nicht nach Stimulation von JEG-3- und JAR-Zellen. Eine mögliche Erklärung könnten Mutationen der Tumorzellinien JEG-3 und JAR im Gegensatz zur nicht tumorösen Zelllinie HTR-8/SVneo sein. Zur Untersuchung unterschiedlicher Expressionsmuster einzelner Zellen einer Population wurde die Single-cell-PCR erprobt, eine Low-volume-PCR mit einzelnen Zellen. Deren methodische Mängel konnten aber nicht beseitigt werden. In der quantitativen PCR konnte gezeigt werden, dass CASP4 und PIAS3 sowohl in JEG-3- als auch in JAR-Zellen nach LIF-Stimulation vermehrt exprimiert werden. Durch CASP4 wird die Implantation des Embryos ermöglicht, PIAS3 ist ein Inhibitor des JAK-STAT-Signalweges. Die Etablierung genannter Verfahren erlaubt für die Zukunft die Ausweitung der Versuche.

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Beckus, Juliane: Expressionsanalyse ausgewählter Gene des JAK-STAT-Signalweges in Trophoblastzelllinien nach Stimulation mit GM-CSF, LIF und Oncostatin M. Jena 2016.

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