"Gedankenexperimente" - Empirische Erkenntnis dank paradoxer Vorstellungen

Fritzsche, Stephan GND

Viele nie durchgeführte (Gedanken)-Experimente haben maßgeblich zu unserem heutigen Verständnis der Natur beigetragen. Bereits der Zenon von Elea im alten Griechenland zugeschriebene Wettstreit von Archill mit einer Schildkröte half entscheidend mit, das Unendliche in der (Zerlegung der) Natur besser zu verstehen und so schließlich zu der uns heute vertrauten Form vieler Naturgesetze zu gelangen. Gedankenexperimente haben auch seitdem eine wichtige Rolle gespielt, um physikalische Theorien zu veranschaulichen, weiterzuentwickeln und in ihren Konsequenzen zu überprüfen. Eines der bekanntesten Gedankenexperimente ist Einstein's Zwillingsparadoxon, in dem der raumfahrende Bruder langsamer altert, als sein daheim gebliebener Zwilling. Dieses als Zeitdilatation bekannte Phänomen der Relativitätstheorie ist inzwischen durch zahlreiche Experimente bestätigt worden. Ein anderes von Einstein, Podolsky und Rosen vorgebrachtes Paradoxon mit verschränkten Quantenteilchen führte hingegen keineswegs zu der scheinbar notwendigen Ergänzung der Quantenmechanik, sondern letztlich zu einem neuen Verständnis der physikalischen Realität. Ausgehend von einfachen Beispielen soll diese Vorlesung zeigen, wie zunächst paradox anmutende theoretische Vorstellungen zu neuer Einsicht sowie ungeahnten Anwendungen führen können.

Cite

Citation style:

Fritzsche, Stephan: "Gedankenexperimente" - Empirische Erkenntnis dank paradoxer Vorstellungen. Jena 2015.

Access Statistic

Total:
Downloads:
Abtractviews:
Last 12 Month:
Downloads:
Abtractviews:

open graphic

Rights

Use and reproduction:
All rights reserved

Export