Ausgetrickst - mit Chemie zur hochauflösenden Lichtmikroskopie

Heintzmann, Rainer GND

Vor einem Jahr wurden in Stockholm die neuesten Entwicklungen in der Lichtmikroskopie mit dem Nobelpreis für Chemie geehrt. Aber, was hat eigentlich Lichtmikroskopie mit Chemie zu tun? Um eine hohe Auflösung am Mikroskop erzeugen zu können, werden die photochemischen Eigenschaften von Molekülen ausgenutzt, weshalb sich das Nobelkomitee für das Fachgebiet Chemie entschieden hat. Ernst Abbe hatte ca. 1870 in Jena eine fundamentale Entdeckung gemacht. Er hat die Auflösungsgrenze für Lichtmikroskopie beschrieben: d = λ / (2n sin α) In dieser Samstagsvorlesung werden Sie erfahren, wie Wissenschaftler die Grenzen des mikroskopischen Auflösungsvermögens trickreich umgehen, um doch mehr sehen zu können, als es die Ausbreitungsgesetze des Lichts zulassen. Es werden verschiedene Mikroskopieverfahren erklärt. Wie zum Beispiel die strukturierte Beleuchtung, STED, die Einzelmolekül- Lokalisations- und die Lichtscheiben- Mikroskopie. In den aus diesen Verfahren entstehenden Bildern und Filmen lebender Zellen erhält man einen Einblick in den geheimnisvollen Nanokosmos unseres Körpers voller interessanter Details, aus denen man Neues über das Leben und dessen Störung durch Krankheiten erlernen kann. Verblüffende Experimente werden Sie dabei vielleicht auch »hinters Licht« führen.

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Heintzmann, Rainer: Ausgetrickst - mit Chemie zur hochauflösenden Lichtmikroskopie. Jena 2015.

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