000K utf8 0100 82397359X 1100 $c2015 1500 ger 2050 urn:nbn:de:gbv:27-20150505-094658-6 3000 Böhme, Stephanie 4000 Gehirnaktivierung während sozial bedrohlicher Reize, Situationen und deren Antizipation bei Personen mit einer sozialen Angststörung [Böhme, Stephanie] 4060 116 Seiten 4209 Kennzeichnend für Personen mit einer sozialen Angststörung ist die Angst, von anderen Personen negativ bewertet zu werden. Soziale Situationen, in denen die Betroffenen dem Urteil anderer ausgesetzt sein könnten, werden daher vermieden oder nur unter Angst durchgestanden. In bildgebenden Studien zeigen sozialängstliche Personen eine abnorme Aktivierung verschiedener Hirnareale, die mit gesteigerten Angstreaktionen (Amygdala), dysfunktionalen interozeptiven (insulärer Kortex) sowie abnormen selbstreferentiellen und emotionsregulatorischen Prozessen (frontale Kortexareale) assoziiert werden. Zur Untersuchung der neuronalen Korrelate der sozialen Angststörung wurden bislang v.a. emotionale Gesichtsausdrücke als angstauslösende Stimuli genutzt. Studien, welche die Hirnaktivierungsmuster mit anderen störungsrelevanten Stimuli bzw. während einer Symptomprovokation untersuchten, sind rar und deren Ergebnisse widersprüchlich. Darüber hinaus wurde der zeitliche Verlauf differentieller Hirnaktivierungen bislang nur unzureichend untersucht. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden drei Studien durchgeführt, welche die Hirnaktivierungsmuster bei Personen mit einer sozialen Angststörung während der Verarbeitung störungsrelevanter Wörter (Studie 1), dem Durchleben (Studie 3) bzw. der Antizipation einer sozial bedrohlichen Situation (Studie 2) untersuchten. Bei der Auswertung wurden zeitliche Aspekte der Hirnaktivierung berücksichtigt. Bisherige Ergebnisse zu differentiellen Aktivierungsmustern der Amygdala, des insulären Kortex sowie frontaler Kortexareale bei Personen mit einer sozialen Angststörung konnten bestätigt werden. Zudem zeigten sich zeitlich variable Aktivierungsunterschiede v.a. in der Amygdala und in frontalen Arealen. Darüber hinaus konnte während antizipatorischer sozialer Angst ein spezifisches Hirnaktivierungsmuster nachgewiesen werden, was bei der Aufrechterhaltung des Störungsbildes eine entscheidende Rolle zu spielen scheint. 4950 https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:27-20150505-094658-6$xR$3Volltext$534 4961 http://uri.gbv.de/document/gvk:ppn:82397359X 5051 150 5550 Bedrohung 5550 Hirnfunktion 5550 Korrelation 5550 Sozialangst