Mikrostrukturelle Veränderungen der Hirnsubstanz von ALS-Patienten in Voxel-basierter Kernspintomographie

Penzlin, Susanne

In der vorliegenden Arbeit wurden 30 ALS-Patienten in unterschiedlichen Erkrankungsstadien im Vergleich zu 28 gesunden Kontrollen mittels Voxel-basierter Morphometrie untersucht. Die VBM ist eine auf einem hochauflösenden T1-3D-Bilddatensatz basierende statistische Gruppenanalyse auf Voxelebene, die eine in vivo-Darstellung und –Identifikation krankheitsassoziierter pathologischer Veränderungen von Hirngewebe ermöglicht. Dabei zeigten sich bei ALS-Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollen ausgedehnte Volumenänderungen (Zu- und Abnahme) der grauen und weißen Substanz, vor allem in extra-motorischen Hirnarealen des Frontal-, Parietal, Occipital- und Temporallappens, die auch mit den Ergebnissen der erhobenen klinischen Fragebögen (ALSFRS-R, EuroQoL-5D, MMST, FAB, SF-36) und der Erkrankungsdauer korrelierten. Diese Ergebnisse decken sich zum größten Teil auch mit Ergebnissen anderer VBM- und DTI-Studien. Außerdem ergaben sich Substanzveränderungen in Hirnbereichen, die (noch) nicht mit den klinischen Symptomen des Patientenkollektivs vereinbar waren, was eine Möglichkeit der VBM bedeuten würde, mikrostrukturelle Schäden aufzudecken, bevor sie sich klinisch manifestieren.

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Penzlin, Susanne: Mikrostrukturelle Veränderungen der Hirnsubstanz von ALS-Patienten in Voxel-basierter Kernspintomographie. 2014.

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