Die Marokko-Deutschen 1873-1918 : Kurzbiographien

Mai, Gunther

Die vorliegende Liste mit Kurzbiographien ergänzt die 2014 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erscheinende Monographie ‚Die Marokko-Deutschen 1873-1918‘ (ISBN: 978-3- 525-30038-1; http://d-nb.info/1059886634). Das Buch enthält ein Personenregister als Fundstellenverzeichnis. Nur in wenigen Fällen sind dort ausführlichere biographische Angaben enthalten. Eine Leseprobe findet sich auf der Website des Verlages: http://www.v-r.de/de/title-1-1/die_marokko_deutschen_1873_1918-1035000/ Die Datei enthält alle Personen, die sich seit 1873, dem Jahr der Eröffnung der deutschen Gesandtschaft in Tanger, in Marokko ansiedelten und für längere Zeit aufhielten, die dort lebten und arbeiteten, auch Österreicher und Schweizer unter deutschem Schutz. Das waren Kaufleute und Diplomaten, Ärzte und Prospektoren, Ingenieure und Landwirte; das waren männliche Handlungsgehilfen und weibliches Hauspersonal; das waren Ehemänner, Ehefrauen und Kinder. Um die erste Gruppe deutscher Kaufleute bildete sich eine zweite Gruppe jüngerer Handlungsgehilfen, die sich in den letzten zehn Jahren vor dem Ersten Weltkrieg selbstständig machten und niederließen. Mit der Errichtung des französischen Protektorates 1911/12 gab es eine dritte Welle von Firmenneugründungen, deren Inhaber und Mitarbeiter bis zum Ausbruch des Weltkrieges und dem Ende der deutschen Kolonie in Französisch-Marokko meist nur kurz im Land waren und sehr viel schmaler dokumentiert sind. Zumeist noch weniger greifbar sind die Angestellten in Betrieb und Privathaushalt, die oft nur wenige Jahre blieben und dann nach Deutschland zurückkehrten. Das gilt besonders für die größere Zahl der Angestellten der verschiedenen Mannesmann-Firmen, die oft nur dem Namen nach bekannt und erfasst sind. Noch am besten, weil systematisch erfasst ist der Personenbestand bei den beiden amtlichen Zählungen 1898 und 1904 sowie bei Kriegsausbruch im August 1914, als die deutsche Kolonie ihren Höchststand erreichte. Diese umfasste zu dem Zeitpunkt etwa 450 Personen; 310-320 wurden interniert, etwa 90 gelang die Flucht nach Spanien oder Spanisch-Marokko, 48 Wehrpflichtige befanden sich in Larache in der spanischen Zone, weitere 25-30 Personen hielten sich in Deutschland auf. Zwischen diesen Stichdaten sind die Angaben vermutlich nicht vollständig. Weibliches Dienstpersonal ging oft nur für zwei bis drei Jahre nach Marokko. Gleiches gilt für viele der männlichen Handlungsgehilfen.

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Mai, Gunther: Die Marokko-Deutschen 1873-1918. Kurzbiographien. 2014.

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