Medienökonomische Analyse von Regeländerungen im Sport

Cipin, Robert

Rule changes in sport are not only for the steady development of a better framework. They are complex instruments of action, which are for achieving short-term, medium and long-term economic goals of sport organizations. The symbiotic relationship between sport, media and business makes this possible. Strategic and tactical rule changes to pursue profit-maximizing intentions of sport organizations doesn’t always have positive effect on sport. Rule changes may be carried out by motives of media, society or sport. They produce harmoniously, neutral or conflicting effects on sport. Rule changes be performed to improve at least one of the three participants of sport: media, sport and business. Doing this, there can be arised negative effects as well: Called compromise of rule changes. Is this affecting the participant sport, the rule change can be categorized as conflicting. Any rule change that improves the economic model: competitive balance and uncertainty of outcome can be categorized as harmoniously. Isn’t there any influence on sport, the rule changes have to be categorized as neutral? In the perfect case the participants are in a not-hierarchically interaction, because of this rule changes shouldn’t prefer one participant. The case study of selected kinds of sport could show that this construct is difficult to realize. The sport formula one is forced to do conflicting rule changes because of its high media attentions. A contrary example is sport with low media attention, like table tennis. This sport is forced to do compromises of rule change to generate a better media attractiveness.

Regeländerungen im Sport dienen nicht nur dem stetigen Entwickeln besserer Rahmenbedingungen für eine Sportart, sondern stellen komplexe Handlungsinstrumente dar, mittels welchen die kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen ökonomischen Ziele der Sportorganisationen erreicht werden sollen. Dies ist möglich, durch die symbiotische Beziehung zwischen Sport, Medien und Wirtschaft. Strategische und taktische Veränderungen der Sportregeln zur Verfolgung gewinnmaximierender Absichten von Sportorganisationen sind nicht immer von positiver Wirkung für die Sportart. Regeländerungen können aus medialen, gesellschaftlichen oder sportlichen Motiven durchgeführt werden und erzeugen somit entweder eine harmonische, eine neutrale oder eine konfliktäre Wirkung auf den Sport. Regelveränderungen werden aus Gründen der Verbesserung von mindestens einem der drei Akteure aus Sport, Medien oder Wirtschaft durchgeführt. Hierbei können jedoch negative Auswirkungen auf die anderen Akteure des Sportmarktes entstehen, es kommt zu Regelveränderungskompromissen. Betrifft ein Kompromiss den Akteur Sport, so wird die zu Grunde liegende Regeländerung als konfliktär kategorisiert. Jegliche Verbesserung der medien- und sportökonomischen Modelle der competitive balance und dem uncertainty of outcome zählt zu den harmonischen Regeländerungen. Beeinflusst eine Veränderung der Regeln den Sport nicht, so kann diese als neutral klassifiziert werden. Die Akteure befinden sich im theoretischen Optimalfall in einer nicht-hierarchischen Wechselwirkung, weshalb eine Regelveränderung keinen der Akteure präferieren sollte. Durch Fallstudienanalysen ausgewählter Sportarten konnte aufgezeigt werden, dass in der Praxis dieses Konstrukt kaum eingehalten werden kann. Ein Sport, wie die Formel 1, wird durch seine hohe Medienpräsenz zu konfliktären Regelinnovationen gezwungen. Ein gegensätzliches Beispiel liefern Sportarten mit niedriger Medienpräsenz, wie der Tischtennis-Sport, welcher zu Regelveränderungskompromissen gezwungen wird, um eine höhere mediale Attraktivität zu erzeugen.

Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

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Cipin, Robert: Medienökonomische Analyse von Regeländerungen im Sport. 2014.

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