Adenotomie in Thüringen

Thomas, Konstanze

Bewertung bevölkerungsbezogener Daten zur Häufigkeit und Effizienz der Adenotomie und deren Outcome. Retrospektive Erfassung aller Adenotomien im Jahre 2009 in allen HNO-Abteilungen in einem Analyse der Patientencharakteristika, präoperativer Diagnostik, peri- und postoperativer Komplikationen und der weitere Follow-up. Nichtparametrische Tests wurden angewandt, um Prädiktoren für die Rezidiv-Adenotomie zu analysieren. Bevölkerungsbezogene Daten wurden verwendet, um die altersbedingte jährliche Rate an Adenotomien zu berechnen. 1981 Adenotomien wurden 2009 in Thüringen durchgeführt. Eine erneute Operationsnotwendigkeit aufgrund primärer Blutungen war in 0,8% der Fälle notwendig. Signifikant häufiger zeigten sich Komplikationen bei zusätzlich durchgeführter Tonsillektomie und Tonsillotomie bzw. beim Vorhandensein von Veränderungen der Tonsilla palatina und dem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom. Nachblutungen ergaben sich am häufigsten bei Patienten, die tonsillektomiert wurden. Es konnte gezeigt werden, dass Risikofaktoren für Revisionseingriffe von den Indikationen des Ersteingriffes abhängen. Eine Re-Adenotomie aufgrund eines Rezidiv-Adenoids war in 6% aller Fälle nach 12-13 Monaten indiziert. Die statistische Analyse ergab, dass die Faktoren Alter ≤ 3 Jahre, Komorbiditäten, Vorhandensein von Sprachentwicklungsverzögerungen und Hörverlust > 22,5 dB mit Revisionseingriffen im Falle erneuter adenoider Hyperplasie in Kombination mit rezidivierenden Ergüssen verbunden waren. Die Faktoren Alter ≤ 3 Jahren, Komorbiditäten, Infektionen der oberen Atemwege und das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom als Indikationen für die primäre Operation waren mit einer Re-AT, aufgrund wiederkehrender adenoider Hyperplasie in Kombination mit wiederkehrenden Mandelentzündungen, verbunden. Im Gegensatz dazu ging die zusätzlich durchgeführte Tonsillektomie mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit für eine Wiedervorstellung einher. Die jährliche Adenotomierate lag bei 88/100.000 Einwohner. Die Inzidenz war am höchsten zwischen 4-5 Jahren.

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Thomas, Konstanze: Adenotomie in Thüringen. 2014.

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