Schriftverwendung in antiker Ritualpraxis anhand der griechischen, demotischen und koptischen Praxisanleitungen des 1. - 7. Jahrhunderts

Dzwiza, Kirsten

Überarbeitete Fassung der Dissertation, eingereicht im Mai 2013 an der Philosophischen Fakultät der Universtät Erfurt. Der vollständige Titel lautete: Schrifttragende Artefakte in den Praxisanleitungen zur Interaktion mit höheren Mächten aus den griechischen, demotischen und koptischen Sammelschriften des 1. - 7. Jahrhunderts: Untersuchung und Kontextualisierung von Materialität, Funktion, Handhabung und Beschriftungselementen.

[Band 1: http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-28975/dzwiza_textteil.pdf Textteil, Band 2: http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-28975/dzwiza_katalogteil.pdf Katalogteil 1 - 3]

Im Zentrum der Arbeit steht die Untersuchung des Vorkommens und der Kontextualisierung von Schriftverwendung in antiker Ritualpraxis auf der Basis der griechischen, demotischen und koptischen Sammelschriften des 1. - 7. Jahrhunderts. Während für die materielle Überlieferung schrifttragender Artefakte aus rituellen Kontexten, die für den Bearbeitungszeitraum zwischen dem 1. und 7. Jh. mehrere tausend Objekte umfasst, eine große Anzahl an Publikationen vorliegt, wurde eine andere Quellengattung, die die gleichen Artefakte betrifft, bisher in nur sehr geringem Maße zu deren Erforschung berücksichtigt: Es handelt sich hierbei um die Überlieferung der Herstellungs- und Handhabungsanleitungen dieser Artefakte. Im Gegensatz zu der materiellen Hinterlassenschaft beschrifteter Artefakte, deren Fundkontexte in der großen Mehrheit der Fälle unbekannt sind und für die eine Rekonstruktion des Handlungsrahmens, innerhalb dessen sie entstanden sind und zum Einsatz kamen, nicht mehr möglich ist, geben die Anleitungen einen umfassenden Einblick sowohl in eben jene schillernden Handlungen, die die Herstellung und Handhabung der Artefakte betreffen, als auch in die verloren gegangenen Fundkontexte. Dadurch erweitern diese Anleitungen nicht nur unsere Kenntnis und unser Verständnis der unterschiedlichen Vorstellungswelten, Bedürfnisse und Lösungsstrategien antiker Menschen, sondern tragen auch neue Erkenntnisse zur Interpretation der archäologischen Überlieferung bei. Als Quelle für das Verständnis schrifttragender Artefakte und der Funktion von Schrift in Kontexten der Interaktion von Menschen mit höheren Mächten sind diese Praxisanleitungen unentbehrlich. In Anbetracht des kontinuierlich wachsenden Interesses, das in den Altertumswissenschaften insbesondere den materialen Textkulturen einerseits und der spätantiken Ritualforschung andererseits in den letzten Jahrzehnten entgegengebracht wurde, ist es überraschend, dass bis heute weder ein Corpus zusammengestellt, noch eine umfassende Untersuchung vorgenommen wurde. Diese Lücke wird mit der vorliegenden Arbeit geschlossen.

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Dzwiza, Kirsten: Schriftverwendung in antiker Ritualpraxis anhand der griechischen, demotischen und koptischen Praxisanleitungen des 1. - 7. Jahrhunderts. 2014.

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