Gestaltung von Logistiksystemen in der Fertigungsindustrie : Ein typologisch orientierter Ansatz

Schulz, Steffen GND

The aim of this work was to build up a typology of logistical systems. The first step was to find out the key characteristics of such systems and to analyses them. These main characteristics can be named as “leanness”, “robustness” and “flexibility”. Based on the idea, that logistical systems are flow systems, a performance indicator system based of through-put time is defined for the three main characteristics. The use of time related measures made a comparison of the performance of different logistical system easy. To classify the huge amount of real existing logistical systems, a typology is build up. The attributes are from three areas: logistics itself, the production systems and the environment. And they are number of handling steps, complexity of material flow, storage organization, factorylayout, in stock material, organization of production, processrepeats, productspectrum, production structure, source of the requirements, production program an the main input factor. The use of the typology for logistical systems planning tasks is demonstrated in the last part. The paper ends with a targetsystem for the leanness, robustness and flexibility of logistical systems

In dieser Arbeit wird eine Typologie von Logistiksystemen und deren Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Ausgangspunkt sind die Ableitung und die Analyse der wesentlichen Eigenschaften dieser Systeme. Die Haupteigenschaften werden als Schlankheit, Robustheit und Flexibilität bezeichnet. Ausgehend von dem Ansatz das Logistiksysteme Flusssysteme sind, wird eine Kennzahlensystem basierend auf der Durchlaufzeit für die drei Haupteigenschaften abgeleitet. Dieses Kennzahlensystem, da es nicht auf bewerteten Größen (Kosten) basiert, eignet sich auch zu einem einfachen überbetrieblichen Vergleich hinsichtlich der Performance von Logistiksystemen. Um die Vielzahl von realen Logistiksystemen klassifizieren zu können, wird eine Typologie erarbeitet. Die dafür genutzen Merkmale stammen aus drei Bereichen: der Logistik, dem Produktionssystem und dem Umweltsystem Die für deren Bildung verwendeten Merkmale Die zwölf Merkmale der Typologie sind: die Anzahl der Handlingsstufen, die Materialflusskomplexität, die Lagerorganisation, der Layouttyp, die Bestandsreichweite, die Fertigungsorganisation, die Prozesswiederholung, das Erzeugnisspektrum, die Fertigungsstruktur, der Bedarfsauslöser, das Produktionsprogramm und der vorherrschende Einsatzfaktor. Zu jedem Merkmal werden Ausprägungen festgelegt, so dass eine sinnvolle Unterscheidung der Systeme möglich ist und die Typologie handhabbar bleibt. Diese Erkenntnisse werden abschließend auf die logistische Systemplanung angewendet. Während der ersten Phase, der Vorstudie oder auch Zielplanung, werden diejenigen Merkmale und ihre Ausprägungen gekennzeichnet die bereits determiniert sind und damit die Rahmenbedingungen für die folgenden Planungsabschnitte einschränken. In der Hauptstudie sind die Ausprägungen der noch nicht determinierten Merkmale derart zu wählen, dass mindestens die gewünschten Eigenschafts-ausprägungen erreicht werden können. Den Abschluss der vorliegenden Arbeit bildet die Erstellung des Zielsystems für die Ausprägung der logistischen Größen Schlankheit, Robustheit und Flexibilität.

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Schulz, Steffen: Gestaltung von Logistiksystemen in der Fertigungsindustrie. Ein typologisch orientierter Ansatz. 2013.

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