Polyneopteran head morphology and its phylogenetic implications

Wipfler, Benjamin

Polyneoptera beinhaltet zehn traditionelle Insektenordnungen mit so diversen Vertretern wie sozialen Termiten, räuberischen Gottesanbeterinnen oder phytophagen Stab- und Gespenstschrecken. Die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den einzelnen Gruppen sind bisher vollkommen ungeklärt. Die vorliegende Arbeit hatte folgende Ziele: (1) Die Einführung einer neuen Terminologie für die Kopfmuskulatur der Dicondylia, (2) die Weiterentwicklung von morphologischen Techniken, (3) die Diskussion von Taxonomie im phylogenetischen Zusammenhang, (4) die detaillierte Beschreibung der Kopfmorphologie von 23 Polyneoptera sowie 13 Außengruppenvertretern , (5) die Rekon¬struktion der Verwandtschaftsverhältnisse basierend auf den Merkmalen des Kopfes und EST Daten sowie (6) die Erstellung von evolutiven Szenarien für den Kopf der Polyneoptera. Die kladistische Analyse von 149 Kopfmerkmalen unterstützt ein Schwestergruppenverhältnis zwischen den Libellen (Odonata) und den Eintagsfliegen (Ephemeroptera) sowie monophyletische Polyneoptera ohne die Bodenläuse (Zoraptera). Innerhalb der Polyneoptera wurde ein Schwestergruppenverhältnis zwischen Stab- und Gespenstschrecken (Phasmatodea) und Tarsenspinnern (Embioptera) sowie zwischen Grillenschaben (Grylloblattodea) und Gladiatoren (Mantophasmatodea) erhärtet. Die als gesichert geltende Monophylie der Springschrecken (Orthoptera) lässt sich nicht durch Kopfmerkmale begründen. Innerhalb der Geflügelten Insekten lässt sich ein deutlicher evolutiver Trend zur Vereinfachung der Kopfmuskulatur erkennen. Dieser findet innerhalb den Holometabolen Insekten mit einem Minimum von nur noch acht Kopfmuskeln seinen Höhepunkt.

Zitieren

Zitierform:

Wipfler, Benjamin: Polyneopteran head morphology and its phylogenetic implications. 2012.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Export