Entwicklung einer domänenspezifischen Klassenbibliothek zur Modellierung von medizinischen Prozessen

Eisentraut, Katja

The rising cost pressures in Germany have also affected the health service over the past few years; this means that existing processes are now a focal point in process management when it comes to observing quality and cost characteristics. Modeling processes in the target domain medical science should support the class libraries to be developed; these are created according to a set structure principle which provides domain-specific process steps for modeling concrete clinical processes. The class library is modeled using an adapted modeling cycle. The first phase, analysis, compiles characteristics from the medicine domain. Following on from the analysis results, mapping and specification of requirements for the class library to be modeled are then carried out in the conception phase. The requirements compiled can then be subdivided into architectural and domain-specific requirements. Once the conception is completed, formalization of the set requirements into the Unified Modeling Language begins. The subsequent implementation phase implements the formalized requirements in Innovator. The top-down approach is selected for the modeling; the central class MoBimeP acts as the root element in this modeling. The splitting takes place according to process steps and organization entities based on this class; the organization flow and organizational structure classes are modeled via an inheritance relationship to the MoBimeP class. Both of these son classes need to be further specialized when planning the class hierarchy. The modeling cycle schedules the application phase once the class library has been implemented. The inguinal hernia pathway is used for the first application of the class library. The validation phase comes after the application phase to complete the modeling cycle. The validation consists of two steps; this is because this phase runs within the framework of the class library modeling for the first time: verification of the class library against the requirement set for it and a process description to customize the class library at a later stage taking operations and classes into consideration. The application’s class library is then available again upon validation. A constant change between the application and validation phases is possible in accordance with the modeling cycle.

Der steigende Kostendruck in Deutschland hat in den letzten Jahren auch das Gesundheitswesen erreicht, sodass alle vorhandenen Prozesse unter Beachtung von Qualitäts- und Kostenmerkmalen in den Fokus des Prozessmanagements rücken. Die Modellierung von Prozessen in der Zieldomäne Medizin soll die zu entwickelnde Klassenbibliothek unterstützen, welche nach einem festen Strukturierungsprinzip abgelegt die domänenspezifischen Prozessschritte zur Modellierung konkreter klinischer Prozesse zur Verfügung stellt. Die Modellierung der Klassenbibliothek erfolgt anhand eines adaptierten Modellierungszyklus. In der ersten Phase, der Analyse, werden die Besonderheiten der Domäne Medizin herausgearbeitet. Aufbauend auf den Analyseergebnissen erfolgt in der Konzeption die Ableitung und Spezifikation von architektonischen und domänenspezifischen Anforderungen an die zu modellierende Klassenbibliothek. An den Abschluss der Konzeption schließt sich die Formalisierung der gestellten Anforderungen in die UML an. In der sich anschließenden Phase der Implementierung werden die formalisierten Anforderungen im Innovator umgesetzt. Ausgehend von der zentralen Wurzelklasse MoBimeP erfolgt die Trennung nach Prozessschritten und Organisationseinheiten, indem über eine Vererbungsbeziehung zur Klasse MoBimeP die Klassen Ablauforganisation und Aufbauorganisation modelliert werden. Zur Ausarbeitung der Klassenhierarchie werden diese beiden Sohnklassen weiter spezialisiert. Nachdem die Implementierung der Klassenbibliothek abgeschlossen ist, sieht der Modellierungszyklus die Phase der Anwendung vor. Für eine erste Anwendung der Klassenbibliothek wird der Behandlungspfad der Leistenhernie herangezogen. An die Phase der Anwendung schließt sich die Validierung an. Da diese Phase im Rahmen der Klassenbibliotheksmodellierung zum ersten Mal durchlaufen wird, beinhaltet die Validierung zwei Schritte: die Prüfung der Klassenbibliothek gegen die an sie gestellten Anforderungen sowie eine Vorgehensbeschreibung zur nachträglichen Anpassung der Klassenbibliothek hinsichtlich Operationen und Klassen. Mit der erfolgten Validierung steht die Klassenbibliothek der Anwendung erneut zur Verfügung. Laut dem Modellierungszyklus kann ein ständiger Wechsel zwischen den Phasen Anwendung und Validierung erfolgen.

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Eisentraut, Katja: Entwicklung einer domänenspezifischen Klassenbibliothek zur Modellierung von medizinischen Prozessen. 2011.

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