Serumproteom-Untersuchung bei Dialysepatienten

Hallbauer, Julia

In großen klinischen Studien zeigten sich, in Abhängigkeit von der verwendeten Dialysemembran, Unterschiede im klinischen Outcome bei Dialysepatienten. In der vorliegenden Studie wurden eine Low-Flux-Membran (F6 HPS, Polysulfon, Fresenius) mit einer High-Flux-Membran (FX 60, Helixone, Fresenius) bezüglich postdialytische Serumproteomveränderungen im Cross-over-Design verglichen. In die Studie wurden 16 Dialysepatienten und 10 gesunde Probanden als Vergleichsgruppe eingeschlossen. Die Umstellungszeit auf die jeweils andere Membran betrug 10 Wochen. Die Serumproben wurden zwei-dimensional chromatographisch (Größenausschlusschromatographie Superdex-Säule; Ionenaustauschchromatographie DEAE-Cellulose) aufgetrennt und die Proteinkonzentrationen wurden verglichen. Anschließend erfolgte mit Hilfe von ESI- und MALDI-Massenspektrometrie die Proteinidentifikation in ausgewählten Fraktionen. Es zeigten sich höhere Proteinkonzentrationen von Immunglobulin G und Haptoglobin nach der Dialyse mit einer Low-Flux-Membran. Die Ergebnisse könnten Hinweis dafür sein, dass es im Rahmen einer Therapie mit einer Low-Flux-Membran zu ausgeprägteren immunologischen Prozessen kommt.

Zitieren

Zitierform:

Hallbauer, Julia: Serumproteom-Untersuchung bei Dialysepatienten. 2010.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Export