In-vitro-Erosion von menschlichen Milchzähnen verursacht durch Zitronensäure, vergleichend gemessen mit Profilometer und konfokalem Laser Scanning Mikroskop

Flemming, Katrin

Erosion ist ein irreversibler Zahnhartsubstanzverlust durch Kontakt mit extrinsischen und/oder intrinsischen Säuren ohne Beteiligung von Bakterien. Das konfokale Laser Scanning Mikroskop (CLSM) scheint geeignet, Substanzverlust durch Erosion darzustellen und zu quantifizieren. Das Verfahren wird in dieser In-vitro-Studie im Vergleich zur Profilometrie angewandt, um Erosionstiefen an Milchzähnen zu messen. Aus Milchfrontzähnen wurden 45 Proben hergestellt, die Oberflächen poliert und in 6 Versuchsgruppen aufgeteilt. Vor den Erosionsversuchen wurde der quadratische Mittenrauwert Rq mit Profilometer und CLSM ermittelt. Anschließend wurden auf der Labialseite der Proben abgeklebte Fenster mit 0,3%iger Zitronensäure (pH 3,2) 10, 20 und 30 Minuten erodiert. Die Kontrollgruppen wurden 10, 20 und 30 min mit destilliertem Wasser behandelt. Mittels Profilometrie und CLSM wurde die Gesamthöhe des Primärprofils Pt als Erosionstiefe ermittelt. Destilliertes Wasser verursachte keine Erosion. Hier wurde erneut Rq mittels Profilometrie und CLSM ermittelt. Mittels CLSM wurden zusätzlich die Tiefe der Profilometermessspur und die Volumenverluste nach Erosion ermittelt. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Substanzverlust nach 10, 20 und 30 min Erosion mit Zitronensäure. Je länger die Erosionszeit, desto größer ist die Erosionstiefe bei beiden Messgeräten bzw. der Volumenverlust bei CLSM, desto ausgeprägter sind die Unterschiede der Messwerte zwischen Profilometer und CLSM und desto tiefer ist die Profilometermessspur, die das Profilometer auf den erodierten Bereichen hinterlässt. Aus diesen Ergebnissen kann geschlussfolgert werden, dass CLSM im Gegensatz zur Profilometrie ein geeigneteres Verfahren zur Ermittlung der Erosionstiefen und Volumenverluste auf durch Säureeinwirkung erweichten Oberflächen darstellt.

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Flemming, Katrin: In-vitro-Erosion von menschlichen Milchzähnen verursacht durch Zitronensäure, vergleichend gemessen mit Profilometer und konfokalem Laser Scanning Mikroskop. 2010.

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