Genexpressionsanalysen zum Studium der Hitzeschockantwort von Campylobacter jejuni auf einen milden Temperaturstress

Froeb-Borgwardt

Die Anpassung an milde Stressoren gilt als ein wichtiger Faktor in der Ausbildung von Adaptationsmechanismen mikrobieller Lebensmittelinfektionserreger. Mittels Komplettgenom-Mikroarrayanalyse wurden Reaktionen von Campylobacter (C.) jejuni auf einen milden Hitzestress auf Genomebene studiert. Dabei konnten verschiedene Genexpressionsmuster zur Anpassung an die erhöhte Temperatur aufgezeigt werden. Änderungen der Expressionslevel waren in allen Funktionsbreichen des Genoms zu beobachten. Besonders starke Induktionen zeigten u. a. die Expressionen von Hitzeschockgenen. Durch Analysen mittels quantitativer PCR in einem Temperaturbereich von 42 °C bis 50 °C, kombiniert mit verschiedenen Inkubationszeiten, konnte die Expressionskinetik von Hitzeschockgenen unter mildem Stress erstmals zusammenhängend und vergleichend dargestellt werden. Dabei wurden unter einem Hitzestress von 46 °C maximale Induktionswerte in der Messung der Genexpression aller Hitzeschockgene, mit Ausnahme der als Negativregulatoren vermuteten Gene hrcA und hspR, beobachtet. Bei einem Hitzestress von 50 °C war nur noch eine Induktion der Hitzeschockgene clpB, grpE, dnaK, groEL und groES messbar. Alle anderen Hitzeschockgene wurden herunterreguliert, woraus geschlussfolgert werden kann, dass eine Temperatur von 50 °C eine Änderung der Regulationsstrategie von C. jejuni bewirkt.

Zitieren

Zitierform:

Froeb-Borgwardt: Genexpressionsanalysen zum Studium der Hitzeschockantwort von Campylobacter jejuni auf einen milden Temperaturstress. 2010.

Zugriffsstatistik

Gesamt:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:
12 Monate:
Volltextzugriffe:
Metadatenansicht:

Grafik öffnen

Export