Aktivierung und Freisetzung von TGF ß1 durch Porphyromonas gingivalis und dessen Cysteinproteinasen aus Gingivafibroblasten

Wölke, Nicole

Ziel dieser in vitro-Studie war die Analyse verschiedener Bakterienstämme von Porphyromonas gingivalis (P.g.) bzw. der Cysteinproteinasen (Gingipaine) in Bezug auf die Freisetzung von TGF β1 aus Gingivafibroblasten. Weiterhin sollte geklärt werden, inwieweit P.g. bzw. die Gingipaine in der Lage sind, TGF β1 zu aktivieren. Für die Versuche wurden Gingivafibroblasten jeweils mit den P. g.-Stämmen M5-1-2, J374-1 und ATCC 33277, mit und ohne die Inhibitoren FFrcK (blockt alle Gingipaine), Leupeptin (blockt HRgpA und RgpB) und TLCK (blockt Kgp), sowie den Cysteinproteinasen HRgpA, RgpB und Kgp bis zu 6 h inkubiert. Danach wurde gesamtes und aktives TGF β1 bestimmt. Um die Aktivierung von TGF β1 durch die P.g.-Stämme und die Gingipaine zu bestimmen, wurden die Überstände der Fibroblasten mit diesen 90 min inkubiert und danach das aktive TGF β1 ermittelt. Weiterhin wurde die TGF β1-mRNA-Expression der Fibroblasten nach Stimulierung mit P.g. ATCC 33277 sowie den einzelnen Cysteinproteinasen bestimmt. Einen möglichen Abbau von TGF β1 durch die Gingipaine sowie durch P.g. ATCC 33277 sollte die Western Blot-Analyse aufzeigen. Die Infektion der Gingivafibroblasten mit P.g. bewirkte eine erhöhte Freisetzung von aktivem TGF β1, jedoch nicht des gesamten TGF β1. In der mRNA-Analyse wurde eine erhöhte Transkription von TGF β1-mRNA durch die P.g.-Proteinase HrgpA induziert. Auf Proteinebene wurde ebenso eine erhöhte Freisetzung von TGF β1 durch HRgpA und Kgp festgestellt. Weiterhin konnte aufgezeigt werden, dass die argininspezifischen Proteinasen HRgpA und RgpB eine Aktivierung von TGF β1 bewirken. Der Abbau von aktivem TGF β1 durch Kgp, aber auch durch P.g. ATCC 33277 wurde nachgewiesen. Durch die Zugabe eines Proteinaseinhibitors zu diesem Bakterienstamm waren keinerlei Abbauprodukte von aktivem TGF β1 mehr nachweisbar.

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Wölke, Nicole: Aktivierung und Freisetzung von TGF ß1 durch Porphyromonas gingivalis und dessen Cysteinproteinasen aus Gingivafibroblasten. 2009.

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