Untersuchungen der Herzratenvariabilität, der Baroreflexsensitivität und der QT-Intervall-Variabilität bei Angehörigen ersten Grades von Patienten mit Schizophrenie

Metzner, Sarah Maria

In vergangenen Studien konnte gezeigt werden, dass schizophrene Patienten eine autonome Dysfunktion aufweisen, was größtenteils auf eine reduzierte vagale und gesteigerte sympathische Modulation zurückzuführen ist. Dies wird als eine mögliche Ursache für die erhöhte kardiovaskuläre Mortalität in der Schizophrenie diskutiert. Um die Bedeutung der kardialen autonomen Funktion bei Patienten mit Schizophrenie besser zu verstehen, haben wir diese Studie an Angehörigen von Patienten mit paranoider Schizophrenie durchgeführt. Wir untersuchten 27 gesunde Angehörige ersten Grades (Kinder und Geschwister) und 27 gesunde Kontrollprobanden auf ihre kardiale autonome Funktion, um einen möglichen genetischen Hintergrund der Veränderungen aufzuzeigen. In der Gruppe der Angehörigen fand sich eine signifikant erhöhte Herzrate, erniedrigte Herzratenvariabilität und erniedrigte Komplexität der Herzrate, erniedrigte Baroreflexsensitivität und erhöhte QT-Intervall-Variabilität. Blutdruck und Blutdruckvariabilität zeigten sich unverändert. Dies ist im Vergleich zu Patienten mit einer akuten paranoiden Schizophrenie das exakt gleiche Muster der autonomen Dysfunktion. Diese Daten lassen vermuten, dass die kardiovaskuläre Dysfunktion in der Schizophrenie einem genetischen Einfluss unterliegt.

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Metzner, Sarah Maria: Untersuchungen der Herzratenvariabilität, der Baroreflexsensitivität und der QT-Intervall-Variabilität bei Angehörigen ersten Grades von Patienten mit Schizophrenie. 2009.

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